Wien erhöht 2014 Gebühren für Wasser, Abwasser und Müll

21. Juni 2013, 11:04
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Anstieg voraussichtlich um 4,4 Prozent, was durchschnittlich 22 Euro pro Haushalt bedeutet

Wien - Die Gebühren in Wien werden wieder steigen: Mit Beginn des Jahres 2014 werden die Tarife für Wasser, Abwasser und Müll erhöht. Erwartet wird eine Steigerung um 4,4 Prozent, wie die Leiterin der Magistratsabteilung 6 (Rechnungs- und Abgabenwesen), Ulrike Huemer, erklärte. Die Anpassung werde aufgrund des geltenden Valorisierungsgesetzes vorgenommen, der Wert ergebe sich aus der Höhe der Inflation.

Der Valorisierungsregelung unterliegen in Wien maßgebliche Gebühren wie eben Wasser, Abwasser (Kanal) und Müll sowie die Parkometerabgabe. Jedes halbe Jahr wird geprüft, ob der Indexwert seit der letzten Anpassung um drei Prozent oder mehr gestiegen ist. Ist das der Fall, wird erhöht.

Erhöhung um 4,4 Prozent wahrscheinlich

Bei den beiden Wassergebühren und dem für Wohnanlagen meist üblichen Müll-Umleersystem wird das Gesetz nun schlagend. Der genaue Wert lässt sich zwar erst Ende Juni ermitteln, die 4,4 Prozent dürften aber sehr wahrscheinlich sein, wie Huemer berichtete. Die betroffenen Tarife wurden zuletzt Anfang 2012 erhöht. Die Parkometerabgabe wurde zu einem späteren Zeitpunkt angehoben, dort gab es noch keinen Anstieg über drei Prozent, wodurch sie unverändert bleibt.

Laut Huemer muss ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Mehraufwand von rund 22 Euro pro Jahr rechnen, wobei der Müll mit einem Anstieg von knapp mehr als zehn Euro sich am deutlichsten auswirkt. Insgesamt wird die Maßnahme der Stadt Mehreinnahmen von rund 15 Millionen Euro bringen, schätzte die MA-6-Chefin.

Brauner: Anpassung nötig

Theoretisch wäre es möglich, die Valorisierung auszusetzen - also auf die Erhöhung zu verzichten. Das wäre eine politische Entscheidung, die jedoch nicht vorgesehen ist, wie ein Sprecher von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) betonte. Die Anpassung sei nötig, um die hohe Qualität der kommunalen Einrichtungen weiter zu garantieren.

Ein "Körberlgeld" würde sich die Stadt durch die Gebühren nicht verdienen, versicherte Huemer. Sämtliche Einnahmen müssten für die betreffenden Bereiche verwendet werden. Die Überdeckung (also die über den Kosten liegenden Mehreinnahmen, Anm.) sei zudem nur gering - beim Kanal bestehe sogar eine Unterdeckung. (APA, 21.6.2013)

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