AkzoNobel Österreich macht kleiner weiter

21. Juni 2013, 09:04
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Nach dem Auflassen der Produktion arbeiten noch 100 Mitarbeiter in Salzburg in Vertrieb und Marketing

Elixhausen - Der Farbenhersteller AkzoNobel hat in Österreich seine Umstrukturierung abgeschlossen.Das Unternehmen, das im Herbst 2012 die Produktion im Salzburgerischen Elixhausen aufgelassen hat, konzentriert sich nun auf den Großhandel mit Farben, Lacken, Holzschutz und Chemikalien. Im Jahr 2012 habe man im Profi-Bereich um zwei bis drei Prozent zugelegt, der Geschäftsbereich Do-it-yourself sei stabil, sagte Tania Roach, Geschäftsführerin der AkzoNobel GmbH in Österreich: "Wir sind mit der Entwicklung zufrieden."

Aus 150 wurden 100

Die gebürtige Engländerin leitet das Unternehmen seit September 2012. Für 47 von der Kündigung betroffene Mitarbeiter habe es einen Sozialplan gegeben. Rund 80 Prozent hätten neue Jobs oder seien in Ausbildung. In Elixhausen sind Vertrieb, Marketing, Verwaltung sowie ein Kundenschulungszentrum verblieben. Das Lager wird von Kühne & Nagel betreut. In Österreich beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 100 Mitarbeiter.

Vor wenigen Wochen wurden das ehemalige Produktionsgelände sowie das Lagergebäude verkauft: Neuer Besitzer ist die Bergheimer Spedition Zenit. 

Klein, aber fein

Mit seinen Marken gehört AkzoNobel in Österreich zu den Großen der Branche. Man beliefert Malerbetriebe und den Handel. Österreich sei ein "kleiner, aber feiner Markt", sagte Roach. Das Hauptgeschäft wird im dekorativen Bereich mit Wand- und Fassadenfarben, Lacken, Holzschutz sowie mit Autolacken gemacht. Umsatzzahlen für Österreich will das Unternehmen nicht veröffentlichen. Im laufenden Jahr dämpften der lange Winter sowie die Regenperiode das Geschäft, sagte Roach.

Der niederländische Konzern AkzoNobel AG erzielte 2012 einen weltweiten Umsatz von 15 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam beschäftigt weltweit rund 55.000 Mitarbeiter in 80 Ländern (hier geht es zu einem Lokalaugenschein im niederländischen Sassenheim). (APA, 21.6.2013)

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