Miguel Morayta Martínez 105-jährig gestorben

20. Juni 2013, 16:24
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Der Spanier, entfernt verwandt mit Diktator Franco, wurde zu einem Hauptvertreter des Goldenen Zeitalters des mexikanischen Kinos

Mexiko-Stadt - Der aus Spanien stammende Regisseur Miguel Morayta Martínez ist am Mittwoch im Alter von 105 Jahren gestorben, teilte der Verband der mexikanischen Filmschaffenden mit. Martínez drehte während seiner Karriere 74 Filme und gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Goldenen Zeitalters des mexikanischen Kinos in den 1930er bis 1950er Jahren.

Zu seinen Werken, die zwischen 1944 und 1978 entstanden, gehören "Capulina contra los monstruos" (1973), "Vagabunda" (1950) und "El medico de las locas" (1955). Mit seiner Christuspassion "The Martyr of Calvary" ("El Mártir del Calvario") gastierte er 1954 beim Cannes Film Festival. Daneben arbeite er auch als Drehbuchautor, etwa für Henri Verneuils Western "La Bataille de San Sebastian" ("Guns for San Sebastian", 1968 mit Anthony Quinn, Charles Bronson und Musik von Morricone. .

 

Der Neffe zweiten Grades des früheren spanischen Diktators Francisco Franco stammte aus einer republikanischen Familie und strebte zunächst eine Laufbahn als Artillerieoffizier an. Nach dem  Spanischen Bürgerkriegs (1936-39), an dem er auf Seiten der Franco-Gegner kämpfte, emigrierte er, kam 1941 über Marokko nach Mexiko und begann seine Karriere beim Film.  (APA, 20.6.2013)

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    Vertreter des in Europa (zu) wenig bekannten mexikanischen Tonfilmschaffens: Miguel Morayta Martinez.

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