Schülerrückgang führt zu Schließung von weiteren Kleinschulen

20. Juni 2013, 14:02
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In Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Tirol, dem Burgenland und eventuell der Steiermark

Wien/St. Pölten/Linz - Leichter Schülerschwund führt in einigen Bundesländern zur Schließung von weiteren Klein- und Kleinstschulen, also Standorten mit weniger als 25 bzw. 20 Kindern. Auflösungen von Pflichtschulen wird es im kommende Schuljahr in Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Tirol, dem Burgenland und eventuell der Steiermark geben. In Salzburg wird sich die Zahl der Pflichtschüler voraussichtlich um rund 2 Prozent auf rund 38.000 verringern. Zum Schulschluss wird die Schule in Thalgauegg (Flachgau) geschlossen

Oberösterreich: 250 SchülerInnen weniger

Ein Schülerrückgang im geringen einstelligen Prozentbereich gibt es in Oberösterreich: In den Volksschulen wird die Schüleranzahl um 250 zurückgehen, in den Hauptschulen/NMS um 888, in den Polytechnischen Schulen um 305. Seit 2010/11 wurden bereits 16 Volksschulen geschlossen, im kommenden Schuljahr wird es 535 Standorte geben, davon 14 einklassige und 81 zweiklassige, so Bildungslandesrätin Doris Hummer (ÖVP). Zur Entwicklung der Kleinschulen im kommenden Schuljahr heißt es: "Die Anzahl der Volksschulstandorte ist leicht rückläufig."

Kärnten: 1000 SchülerInnen weniger

Der Kärntner Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger (SPÖ) rechnet mit ungefähr 1.000 Schülern weniger im kommenden Schuljahr aufgrund des hohen Geburtenrückganges, das entspricht wenigen Prozent. In erster Linie sei davon der Pflichtschulbereich betroffen. Von der Diskussion um die Schließung von Kleinschulen bleibt auch Kärnten nicht verschont: Fix ist laut Altersberger die Schließung der zweisprachigen Volksschule Loibach bei Bleiburg. Weiters angedacht ist ein Aus der zweisprachigen Volksschulen in Radsberg und Mieger in der Gemeinde Ebenthal zugunsten eines Schulzentrums.

Schließungen eventuell in der Steiermark

In der Steiermark gibt es ebenfalls einen geringfügigen Rückgang bei den Schülerzahlen, bei den Taferlklasslern ist die Zahl um 85 Kinder rückläufig. "Die Veränderungen fallen kaum ins Gewicht, Zuwächse hat der Bereich der AHS zu verzeichnen", so Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner (ÖVP). Insgesamt gebe es mit 74.600 Pflichtschülern im kommenden Schuljahr um 1.330 weniger als zurzeit. Auflassungen sind laut dem Regionalen Bildungsplan Steiermark ab weniger als 20 Schüler möglich. Davon könnten 21 einklassige Volksschulen betroffen sein.

Tirol: Fünf Schulen werden geschlossen

In Tirol bleiben die Schülerzahlen relativ stabil. Lediglich in den Hauptschulen/NMS werden rund 700 Schüler weniger erwartet (Prognosezahl für 2013/14: 20.426). Auch die Schülerzahlen der Polytechnischen Schulen werden um rund 300 auf 1.471 zurückgehen. Fünf Schulen, davon vier Volksschulen und eine Hauptschule, werden im kommenden Schuljahr geschlossen. Die Zahl der einklassigen Volksschulen wird damit 2013/14 auf 78 zurückgehen.

Burgenland schließt auch Schulen

Im Burgenland sind nach Angaben des Landesschulrates im Pflichtschulbereich für 2013/14 insgesamt 17.896 Schüler gemeldet, um 450 weniger als im laufenden Schuljahr (18.346). Der deutlichste Rückgang wird an den NMS (minus 300) erwartet. Die Volksschule in Klostermarienberg (Bezirk Oberpullendorf) ist ab dem kommenden Schuljahr geschlossen. Die zweisprachigen Volksschulen in Kleinwarasdorf und Nebersdorf werden vorübergehend stillgelegt, weil es derzeit dort keine Meldungen für den Schulbesuch gebe.

Vorarlberg erwartet leichten Rückgang

In Vorarlberg wird bei den Pflichtschülern ein leichter Rückgang erwartet - so werden in den Volks- und den Hauptschulen/NMS jeweils etwa 100 Schüler weniger erwartet. An den Polytechnischen Schulen dürfte die Zahl der Schüler um rund 150 zurückgehen. Schulschließungen wird es in Vorarlberg keine geben.

Wien erwartet mehr Volksschüler

In Wien ist ein Zuwachs bei den Volksschülern zu erwarten, in der Sekundarstufe (AHS, BMHS, Hauptschule, NMS) gibt es bei konstanten Schülerzahlen erstmals eine Verschiebung von den AHS (voraussichtlich minus 200 Schüler) zu den Hauptschulen/NMS. In Niederösterreich wird die Schülerzahl etwa gleich bleiben, Schulschließungen wird es dort ebenfalls keine geben. (APA, 20.6.2013)

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