ATX verliert am Donnerstag stark

20. Juni 2013, 18:05
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Geldpolitische Wende in den USA rückt näher

Die Wiener Börse hat am Donnerstag in einem sehr schwachen internationalen Umfeld mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX knickte um 60,84 Punkte oder 2,56 Prozent auf 2.320,34 Einheiten ein. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 15 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.335 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,43 Prozent, DAX/Frankfurt -3,02 Prozent, FTSE/London -2,72 Prozent und CAC-40/Paris -3,28 Prozent.

Ein näher rückendes Ende des ultralockeren geldpolitischen Kurses in den USA drückte europaweit massiv auf die Aktienkurse, hieß es aus dem Handel. Am Vorabend hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke den Markt auf eine Drosselung der lockeren Geldpolitik vorbereitet, sofern die weiteren Wirtschaftsdaten positiv ausfallen. Diese Aussagen sorgten an den Finanz- und Rohstoffmärkten für sehr starken Verkaufsdruck.

In Wien blieb die Meldungslage abgesehen von einigen neuen Analystenmeinungen bescheiden und so orientierte sich der ATX an dem sehr schwachen internationalen Umfeld. Verkaufsdruck gab es europaweit im Finanzbereich zu beobachten. Am heimischen Markt brachen die Papiere des Schwergewichtes Erste Group um 6,69 Prozent auf 22,58 Euro ein. Raiffeisen Bank International verbuchten einen Kursrückgang in der Höhe von 2,32 Prozent auf 24,00 Euro.

Mit einem Ölpreisrutsch im Blick gaben OMV-Anteilsscheine um 2,34 Prozent nach. Ein vergleichsweise moderates Minus verbuchten voestalpine (minus 0,31 Prozent). Vienna Insurance verloren um 1,89 Prozent auf 36,86 Euro. Die Analysten von der Berenberg Bank nahmen ihr Kursziel für die Versicherungsaktie von 47,10 auf 46,40 Euro zurück. Das Anlagevotum lautet weiterhin auf "buy".

Flughafen Wien schlossen mit einem Abschlag von 3,04 Prozent bei 44,22 Euro. Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux setzten die Einstufung der Airport-Aktien von "Buy" auf "Hold" herab. Das Kursziel wurde von den Analysten von 52,0 auf 44,5 Euro nach unten revidiert.

Zu Immofinanz gab es eine positivere Analysteneinschätzung und die Immobilienaktie fiel leicht um 0,26 Prozent auf 3,03 Euro. Die Wertpapierexperten der Societe Generale revidierten ihr Votum für die Immofinanz-Aktien von "Sell" auf "Hold" nach oben. Das Kursziel wurde von den Analysten von 2,75 auf 3,25 Euro erhöht. (APA, 20.6.2013)

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