Bronner: "Es geht um die Zukunft des Hauses"

    19. Juni 2013, 18:34
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    Ressorts von Verlag und derStandard.at rücken zusammen - User-Inhalte forciert

    Wien - "Es geht um die Zukunft des Hauses": So eindringlich erklärte Gründer und Herausgeber Oscar Bronner den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mittwoch die künftige Struktur in der Standard-Gruppe. "Die Raison d'être" von der Standard ebenso wie von derStandard.at, ihr Daseinszweck also, bleibe unverändert, "qualitativ hochwertige Information zu liefern" und die Qualität noch zu heben. Nun noch gemeinsamer.

    Die Ressorts von Tageszeitung und der Onlineplattform werden mit 1. Juli vereint. Je die Hälfte führen bisherige Ressortchefinnen und Chefs von Print und Online, jeweils mit Stellvertretern aus dem anderen Medium. >>> Neuorganisation der Ressorts im Überblick

    User-Inhalte werden forciert

    Gerlinde Hinterleitner, die derStandard.at seit der Gründung 1995 leitete, baut einen wesentlichen Unternehmensbereich aus: Sie widmet sich künftig mit ihrem Bereich ganz den von Userinnen und Usern gelieferten Inhalten. Hinterleitner wird Verlagsleiterin für derStandard.at.

    Im deutschsprachigen Raum führend

    derStandard.at war mit Postings zu jedem Artikel ab 1998 ein Vorreiter bei der Einbindung des Publikums. 20.000 dieser Postings pro Tag sind längst zentraler Teil des Onlineangebots. Ziel von Hinterleitners Bereich ist, die Qualität zu heben, den Informationswert zu steigern und neue Formate für die Einbindung von Userinnen und Usern zu entwickeln.

    derStandard.at sei hier "führend im deutschsprachigen Raum", ließ Bronner verlauten. Diese Position soll er in Zukunft noch ausbauen.

    Die vereinte Redaktion leitet Herausgeberin und Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid. Stellvertretender Chefredakteur wird Rainer Schüller, bisher Ressortchef Innenpolitik und Chef vom Dienst bei derStandard.at.

    Auch die Verlagsbereiche der beiden Medien werden zusammengeführt.

    Den Entwicklungen Rechnung tragen

    Weitere 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach neuem Journalistenkollektivvertrag angestellt. Die Gruppe hat dann nach 396 knapp 420 Angestellte.

    "Noch besser den Entwicklungen und Umbrüchen des Medienmarktes Rechnung zu tragen": So erklären Eigentümer und Geschäftsführung das Ziel der neuen Organisation. Die Werbeeinnahmen der österreichischen Verlage etwa gingen laut Zeitungsverband 2012 um fünf Prozent zurück.

    DER STANDARD liege heuer wirtschaftlich "im Plan", sagte Geschäftsführer Wolfgang Bergmann vor der Belegschaft. (red, DER STANDARD, 20.6.2013)

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