Ein Holzturm als neues Wahrzeichen Kärntens

19. Juni 2013, 18:07
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Am Mittwoch wurde der neue Aussichtsturm eröffnet

Klagenfurt – Es ist ein Projekt der Superlative – und  auch ein Erbe der Ära Jörg Haiders. Am Mittwoch wurde der neue Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel feierlich eröffnet.

Dabei handelt es sich um den mit 100 Metern höchsten Holzturm der Welt mit aufregender architektonischen Gestaltung und einer durchlaufenden Rutsche als Publikumsattraktion. Von der Aussichtsplattform hat man einen atemberaubenden 360 Grad-Rundblick über weite Teile Kärntens.

Der "Turmbau zu Keutschach" stieß aber auch auch auf heftige Gegenwehr. Trotz Bedenken wegen der Finanzierbarkeit drängten vor allem FPK-Politiker, allen voran Bürgermeister Gerhard Oleschko und der damalige Finanzlandesrat Harald Dobernig auf die Realisierung dieses neuen "Wahrzeichens" für Kärnten.

Widerstand in der Gemeinde

Vor allem in der Gemeinde Keutschach regte sich Widerstand gegen den neuen Turm. Viele Bürger wollten die alte Betonplattform zu wesentlich geringeren Kosten erhalten und sanieren. Der neue Holzturm wird voraussichtlich 8 Millionen Euro kosten, um zwei Mio. weniger als ursprünglich vorgesehen. Nicht eingerechnet sind dabei allerdings die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen rund um das neue Kärntner Wahrzeichen sowie sämtliche Folgekosten.

Beim alten Aussichtsturm war die Gemeinde noch zu 100 Prozent beteiligt. Nun ist sie es nur mehr zu 49 Prozent. 51 Prozent hält die Kärntner Tourismusholding. Die Gemeinde muss aber fast zwei Drittel der Kosten stemmen und jährlich 500.000 Euro Mietkosten aufbringen und sie trägt die volle Haftung. Gerechnet wird jährlich mit mindestens 100.000  Besuchern.

Für Gemeinderäte der SPÖ und der Grünen ist das ein "Knebelvertrag". (Elisabeth Steiner/DER STANDARD, 20.6.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Leimholzstützen tragen den neuen Turm am Pyramidenkogel.

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