Otto "Maximale" Barić feiert 80er

Porträt19. Juni 2013, 16:22
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Der siebenfache Meister mit Innsbruck, Rapid und Salzburg war eine der schillerndsten Figuren in Österreichs Trainerlandschaft

Der ehemalige Fußballtrainer Otto Barić feiert am Mittwoch auf der kroatischen Insel Krk seinen 80. Geburtstag. Der nunmehrige Analytiker des kroatischen Fernsehens war eine der erfolgreichsten und schillerndsten Figuren der österreichischen Fußballtrainer-Landschaft, die er jahrzehntelang prägte.

Barić polarisierte hierzulande wie kaum ein Trainer vor und nach ihm. Großes Taktikverständnis und hohe Motivationskunst zählten zu seinen Stärken, seine stets mit "Schaun sie" begonnenen und mit "maximal" garnierten Interviews amüsierten die Fußballfans. Doch der meist charmant wirkende Charismatiker, dessen Meister-Tänze mit dem damaligen Salzburg-Boss Rudolf Quehenberger unvergessen bleiben werden, hatte auch seine Schattenseiten. 

Homophobe Äußerungen

2007 wurde Barić von der UEFA wegen homophober Äußerungen in einem drei Jahre zuvor erschienenen Interview mit der kroatischen Zeitschrift "Jutarnji list" zu einer Geldstrafe von 1.825 Euro verurteilt. "Ich erkenne einen Schwulen innerhalb von zehn Minuten, und ich möchte sie nicht in meinem Team haben", wurde Barić in dem Interview zitiert. Dass es kein einmaliger Ausrutscher war, bestätigen Aussagen in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick" aus dem Jahr 2004: "Meine Spieler müssen echte Kerle sein. Also können Homosexuelle bei mir nicht spielen, höchstens gegen mich", so Barić.

Siebenfacher österreichischer Meister

Mehr als 40 Jahre war der 1933 im kärntnerischen Eisenkappel geborene und später in Zagreb aufgewachsene "Otto Maximale" als Trainer tätig, und das sehr erfolgreich. Mit Wacker Innsbruck (1971, 1972), Rapid (1983, 1987, 1988) und Salzburg (1994, 1995) feierte er sieben österreichische Meistertitel, mit den Hütteldorfern hatte er obendrein drei Cupsiege (1984, 1985, 1987) zu verbuchen. Während er mit Grün-Weiß 1985 bis ins Finale des Europacups der Cupsieger vordrang, schaffte er 1994 mit Salzburg den Einzug ins UEFA-Cup-Endspiel. Darüber hinaus feierte er mit Dinamo Zagreb 1997 das Double.

ÖFB-Teamchef

1999 wurde Barić Nachfolger von Herbert Prohaska, der nach dem 0:9-Debakel gegen Spanien als ÖFB-Teamchef zurücktrat. Die Qualifikation zur EM 2000 wurde mit einer deutlichen 0:5-Schlappe gegen Israel verpasst. 2001 führte er das ÖFB-Team bis ins Play-off der Qualifikation zur WM 2002. Dort allerdings war gegen den späteren WM-Dritten Türkei kein Kraut gewachsen. Noch im selben Jahr trat Barić als Teamchef ab und übergab das Amt an Hans Krankl.

"Ich fühle mich wie 60. Maximal. Nur wenn ich im Meer auf einen spitzen Stein oder auf eine scharfe Muschel trete, merke ich, dass ich nicht mehr ganz so beweglich bin. Aber sonst bin ich ewig jung", sagte Barić zuletzt in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung". (Thomas Hirner, derStandard.at, 19.6.2013)

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    Baric als ÖFB-Teamchef.

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    Baric im Gespräch mit dem damaligen Sturm-Präsidenten Hannes Kartnig.

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    Otto Baric, Hans Krankl und Josef Hickersberger.

  • Good old times.

  • Alex Kristan als Otto Baric.

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