Österreichische Mediathek präsentiert 32 Jahre digitales Gedächtnis

19. Juni 2013, 11:46
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Alle ORF-Hörfunkjournale aus den Jahren 1967 bis 1999 digitalisiert und frei zugänglich - Überarbeitete und erweiterte Plattform journale.at

Wien - Die Ermordung John Lennons, der Fall des Eisernen Vorhangs, der zweite Golfkrieg oder der Unfalltod Lady Dianas: Egal für welche Art von zeitgeschichtlichen Ereignissen man sich interessiert - auf der Online-Plattform journale.at wird man fündig. Auf der Website, die einem Relaunch unterzogen und erweitert wurde, sind nun sämtliche ORF-Hörfunkjournale von 1967 bis 1999 zum Nachhören digital abrufbar.

Das sind rund 8.000 Stunden oder 100.000 Einzelbeiträge mit Kurznachrichten, Reportagen, Interviews und Hintergrundberichten zu österreichischen sowie internationalen Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Am Mittwoch wurde die von der österreichischen Mediathek überarbeitete Plattform bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Hydrolyse-Effekte

Bereits seit 2001 digitalisiert die österreichische Mediathek die am meisten gefährdeten analogen Bestände des Archivs, um sie für die Zukunft zu sichern. Auch bei jüngerem Material ist die Digitalisierung dringend und unumgänglich, wie die Aufnahmen des Jahres 1990 gezeigt haben. Hier waren sogenannte Hydrolyse-Effekte aufgetreten, die im Endeffekt zur Nichtabspielbarkeit oder zum Bänderriss führen. Um die Aufnahmen für die Digitalisierung verwenden zu können, mussten sie aufwendig getrocknet werden, wurde berichtet.

"ORF-Radio-Journale aus 32 Jahren stehen nun der Öffentlichkeit zum kostenlosen Nachhören im Internet zur Verfügung", so ORF-Radiodirektor Karl Amon. "Durch die Digitalisierung dieser historischen Zeitdokumente durch die österreichische Mediathek ist eine dauerhafte Erhaltung möglich", so Amon. Gabriele Fröschl, Leiterin der Mediathek, meinte, die Plattform zeige "einen Weg, wie sich Archive öffnen können, und es ist eine Einladung an die Wissenschaft, sich eingehend mit diesen wichtigen und nun leicht zugänglichen Zeitdokumenten zu beschäftigen". (APA, 19.6.2013)

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