Ruinen einer vergessenen Maya-Stadt entdeckt

19. Juni 2013, 11:39
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"Chactun" benannte Ruinenstätte eine der größten Maya-Stätten der Region

Mexiko-Stadt - Internationale Archäologen haben auf der Halbinsel Yucatán im Osten Mexikos eine vergessene Maya-Stadt entdeckt. Das Ruinenfeld im Bundesstaat Campeche sei jahrzehntelang im Wald unentdeckt geblieben, teilte Mexikos Nationales Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit.

Vor zwei Wochen habe eine Wissenschaftergruppe die Maya-Stadt jedoch entdeckt und "Chactun" benannt, was in der Maya-Sprache "roter Stein" oder auch "großer Stein" bedeutet. Vor 1400 Jahren sei die Stadt Entscheidungszentrum einer großen Region gewesen.

Pressebilder gibt es (noch) keine, aber dafür ein Video:

 

Die Forschungsmission war von der National Geographic Society der USA sowie von dem österreichischen Unternehmen Villas und der slowenischen Firma Ars longa finanziert worden. Die Maya-Stadt ist den Angaben zufolge 22 Hektar groß und hatte ihre Blütezeit etwa zwischen 600 und 900 unserer Zeitrechnung. In der Stadt finden sich viele pyramidenförmige und palastartige Bauwerke von bis zu 23 Metern Höhe. Auch die Überreste von Wohnhäusern, Höfen, Plätzen und Sportanlagen sind noch zu erkennen.

Die Stelen und Altäre von Chactun, von denen einige noch mit Stuck geschmückt seien, spiegelten am besten den Glanz der Stadt wieder, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Archäologe Ivan Sprajc vom Forschungszentrum der Slowenischen Akademie für Wissenschaften und Kunst, der die Mission leitete, erklärte, es handle sich mit Sicherheit um eine der größten Maya-Stätten der Region. (APA/red, derStandard.at, 19. 6. 2013)


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INAH

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