Partytime in Teheran und Sydney

Ansichtssache18. Juni 2013, 23:23
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Teheran/Sydney - Die Menschen im Iran feierten die vierte WM-Qualifikation ihrer Fußball-Nationalmannschaft ausgelassen. Sekunden nach dem Schlusspfiff beim 1:0-Sieg in Südkorea starteten am Dienstag Hupkonzerte in der Hauptstadt Teheran. Minuten später strömten laut Augenzeugen Tausende von Fans aus den Häusern. Mit "Ole Ole" und "Iran Iran"-Rufen wurde auf den Straßen gefeiert. Auch der Wahlsieger der Präsidentenwahlen, der Kleriker Hassan Ruhani, spielte bei den Feiern eine Rolle. Zwei der Slogans waren "Mit Ruhani zur WM" und "Hassan muss heute mittanzen".

Sowohl Ruhani als auch der amtierende Präsident Mahmoud Ahmadinejad gratulierten der Nationalmannschaft zum Sieg in Südkorea, der das direkte Ticket zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bedeutete. Die Kommentatoren des staatlichen Fernsehens zeigten ihre Freude nach dem Schlusspfiff. Mit Tränen in den Augen gratulierten und küssten sie sich gegenseitig.

Indes reagierten die Spieler und Trainer der südkoreanischen Mannschaft nur mit verhaltenem Jubel auf den Einzug in die WM-Endrunde in Brasilien. "Wir konnten unseren Fans nicht das geben, was sie erwartet hatten", sagte der ernst dreinblickende Nationaltrainer Choi Kang Hee vor laufenden Kameras nach dem 0:1. Er übernehme dafür die Verantwortung. Trotz der Niederlage schaffte Südkorea als Zweiter der Asien-Gruppe A hinter dem Iran die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien.

In Sydney feierte derweil Australien seine WM-Party. Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte Josh Kennedy das Siegtor beim 1:0 (0:0) gegen den Irak und sorgte somit für die erlösenden drei Punkte, durch die die "Socceroos"  nicht mehr von Oman auf Rang drei zu verdrängen sind. (red/APA, 18.6.2013)

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