Kärnten-Report: STANDARD-Geschäftsführer sieht "Kopfverbot" nicht verletzt

18. Juni 2013, 19:38
5 Postings

Bergmann: Künftig aber bei Promotionprodukten Bilder und Namen von Politikern, die Medientransparenzgesetz unterliegen, "zu unterlassen"

Im STANDARD lag Dienstag ein Supplement namens "Kärnten-Report". Das Heft, produziert in Verantwortung der Anzeigenabteilung, enthielt auch Konterfeis von Mitgliedern der Landesregierung - was in der Branche Fragen aufwarf, ob die Beilage dem Medientransparenzgesetz entspricht, das öffentlichen Institutionen verbietet, mit Politikerbildern zu werben. Laut STANDARD-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann verletzt sie das Gesetz nicht.

"Kopfverbot" nicht verletzt

Das Kopfverbot gelte nicht für diese Beilage, ließ Bergmann Dienstagabend verlauten: "Der ‚Kärnten-Report' ist ein Anzeigenprodukt, das von Kärntner Firmen finanziert wird. Im Rahmen einer allgemeinen Kärnten-Promotion sind auch Inhalte der politisch Verantwortlichen transportiert worden, ohne dass diese an der Finanzierung dieses Produktes teilgenommen haben. Wir bedauern, wenn Repräsentanten des Landes dadurch Kritik ausgesetzt werden. Die Verantwortung der Gestaltung der Beilage lag bei der Anzeigenabteilung."

Bergmann erklärt, damit sei "keine Verletzung des Medientransparenzgesetzes gegeben". Um künftige Diskussionen zu vermeiden, sei aber die Anzeigenabteilung angewiesen worden, bei Promotionprodukten die Bilddarstellung oder namentliche Erwähnung von Politikern, die dem Medientransparenzgesetz unterliegen, zu unterlassen.  (red, derStandard.at, 18.6.2013)

Share if you care.