Drogenhändler verrieten sich durch Hacken von Computern

18. Juni 2013, 14:34
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Polizei meldete Fund von je einer Tonne Heroin und Kokain

Belgische und niederländische Ermittler sind einem mutmaßlichen Drogenhändlerring auf die Spur gekommen, weil dieser Computer hackte, um den Weg des geschmuggelten Rauschgifts zu verfolgen. Nach Angaben der belgischen Polizei wurden je eine Tonne Heroin und Kokain sichergestellt und zwei Informatik-Experten festgenommen. Die etwa 30 Jahre alten Männer sollen bereits Teilgeständnisse abgelegt haben.

Anzeigen von Frachtunternehmen

Auf den Drogenring aufmerksam wurden die Ermittler aufgrund mehrerer Anzeigen von Frachtunternehmen im Hafen von Antwerpen, deren Computer ausgespäht worden waren. Ermittlungen ergaben, dass sich die Schmuggler auf diese Weise einen genauen Überblick über den Aufenthalt der Container aus Südamerika oder Afrika verschafften, in der sie das Rauschgift versteckt hatten. Anschließend schickten sie Kuriere, um die Schmuggelware zu holen.

Offenbar gab es auch Verbindungen zu Kriminellen in den Niederlanden. So beschlagnahmte Belgiens Polizei Ende Mai 250 Kilogramm Kokain in einem Bananen-Container, der von Antwerpen nach Rotterdam auslaufen sollte. Zuvor waren im Rotterdamer Hafen über 100 Kilo Kokain in einem Holztransport aus Chile gefunden worden. Niederländische Fahnder nahmen sieben Verdächtige fest. In beiden Ländern fanden die Ermittler bei Razzien auch Waffen und Bargeld. (APA, 18.6. 2013=

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