Künstliches Katzenjunges konstruiert

17. Juni 2013, 19:17
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Roboter aus der Schweiz orientiert sich an Tieranatomie und legt in einer Sekunde das siebenfache seiner Körperlänge zurück

Lausanne - Sie ist rund ein Kilo schwer und 20 Zentimeter lang. Sie kann in einer Sekunde das siebenfache ihrer Körperlänge zurücklegen und verfügt laut ihrer Konstrukteure über eine "exzellente Selbststabilisierung" und ist einfach aus breit verfügbaren Einzelteilen zusammenzusetzen. Ihre Beine sind jenen von Katzen nachempfunden, sonst besteht sie aus einer kopflosen Maschine. Ihre Erfinder nennen sie "Cheetah-cub", das mechanische Gepardenjunge.

Die Roboterkatze, die Schweizer Forscher des Biorobotik-Labors der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne im Fachblatt "International Journal of Robotics Research" vorstellen, läuft ihnen zufolge schneller als jeder andere vierbeinige Roboter unter 30 Kilogramm. Die jeweils drei Glieder der künstlichen Katzenbeine kopieren die Proportionen und Winkelstellungen ihrer biologischen Vorbilder. Federn bilden die Sehnen, kleine Motoren ersetzen die Muskeln.

"Gestalt und Struktur verleihen dem Roboter mechanische Eigenschaften, von denen auch Katzen profitieren", sagt Alexander Sprowitz, einer der Konstrukteure. Ein Anwendungsgebiet derartiger Maschinen könnte künftig in Such- und Rettungseinsätzen nach Naturkatastrophen liegen. An den namengebenden Geparden kommt die Roboterkatze aber bei weitem nicht heran: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei fünf Stundenkilometer. (dpa, pum, DER STANDARD, 18.6.2013)

  • Kopflos, aber relativ schnell: Roboterkatze "Cheetah-cub".
    foto: epfl

    Kopflos, aber relativ schnell: Roboterkatze "Cheetah-cub".

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