Party, Party, Party

17. Juni 2013, 18:09
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"Puls 4"-Reportage über Helden der Spaßgesellschaft und solche die es noch werden wollen

Irena Markovic hat man am Weg einfach verloren. Verlustgefühl stellte sich zwar keines ein, wundern durfte man sich trotzdem. Puls 4 zeigte am Sonntagabend eine – großes Wort! – Reportage über Veranstalter, die mit Partys zu Millionären geworden sind, und Irena Markovic möchte das werden: "Ich will ein Imperium", sagt sie beim Friseur, doch die Veranstalterin bäckt noch kleine Brötchen und wurde irgendwann einfach in die Nacht entlassen.

Ulli Holzer wurde als zweite "Partymillionärin" vorgestellt. Sie veranstaltet in Korneuburg Schlagerabende mit Stars der Szene. Zu diesem Behufe fährt sie mit der Stretchlimo durch enge Gassen und versucht den Bürgermeister zu erreichen, denn die Feuerwehr ist drauf und dran, eine Veranstaltung platzen zu lassen. Am Ende wird natürlich alles gut, die Jäger der Schürzen zeigen ihre Kunst, alles schwankt und taumelt voller Bier und Freude.

Auch der dritte Porträtierte hat gerade ein Problem: Alexander Knechtsberger braucht in Nordzypern dringend 30 Meter Absperrgitter für die Band Deichkind. Bevor es auch hier ein Happy End gibt, wirft man sich vor dem Maturaparty-Kaiser brav in den Staub, lässt höchstens ein paar Maturanten kurz Enttäuschung formulieren, weil der erste Konzerttermin nicht gehalten hat.

Die "Reportage" erschien so eher als Belangsendung, in der Knechtsberger, dem selbsternannten Doc LX, die Schlussworte zugestanden wurden. Einmal dieses hier: "Man steht dann da und sagt, ja, man ist doch der Größte." Für das andere Schlusswort grölte er im Chor mit seiner Kundschaft Rainhard Fendrichs "I am from Austria". Das Imperium schlägt zurück. (Karl Fluch, DER STANDARD, 18.6.2013)

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    foto: screenshot: puls4.com

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