Trotz Rechnungshof-Kritik: MAK unterhält weiterhin Pick-up-Truck

17. Juni 2013, 17:37
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355 PS starkes Auto erwies sich ungeeignet für den Transport von Kunstobjekten und soll im Juli verkauft werden

Wien - Seit 2007, unter der Langzeitdirektion von Peter Noever, protzt das Mak mit einem Pick-up Truck von GMC. Das Fahrzeug erwies sich aufgrund seiner offenen Ladefläche und der harten Federung ungeeignet für den Transport von Kunstobjekten. Hinzu kamen die enorm hohen Kosten von etwa sieben Euro pro Kilometer: Der 355 PS starke GMC Sierra braucht rund 31 Liter Benzin auf 100 km.

Der Rechnungshof übte bereits in seinem "Rohbericht" zum Mak, der im Oktober 2012 publik wurde, Kritik. Er empfahl, den GMC Sierra zu verkaufen - und einen geschlossenen Lieferwagen zu erwerben. Christoph Thun-Hohenstein, Noevers Nachfolger, beteuerte zwar, dass er "ein schlanker Direktor" sei. Der GMC brummt aber nach wie vor durch Wien.

Auf Anfrage des STANDARD meinte Thun-Hohenstein, dass der GMC definitiv im Juli veräußert werde. Man hatte, weil man nun ein "grünes Museum" sein wolle, ein Erdgasfahrzeug kaufen wollen. Das eingeholte Gutachten sprach sich aber dagegen aus. Nun fiel die Wahl auf einen Mercedes Transporter. (trenk, DER STANDARD, 18.6.2013)

  • Ein Erbe aus der Direktion Peter Noevers: Der GMC braucht 31 Liter auf 100 Kilometer. 
    foto: thomas trenkler

    Ein Erbe aus der Direktion Peter Noevers: Der GMC braucht 31 Liter auf 100 Kilometer. 

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