Neue Fördermittel zur Erforschung seltener Krankheiten

17. Juni 2013, 15:13
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Aktionsplan Biotech des Wirtschaftsministeriums präsentiert

Wien - Mit dem neuen Aktionsplan Biotech des Wirtschaftsministeriums sollen insbesondere die finanziellen Mittel zur Erforschung seltener Erkrankungen aufgestockt werden. "Mit unserer Initiative wollen wir das große Potenzial von innovativen Biotech-Unternehmen stärker nützen und gleichzeitig die Erforschung seltener Krankheiten vorantreiben. Das hilft langfristig sowohl dem Wirtschaftsstandort als auch den rund 400.000 Österreichern, die von einer seltenen Erkrankung betroffen sind", erläuterte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei der Präsentation des Aktionsplans am Montag.

Zwei neue FFG-Förderschienen

Neben der besseren Finanzierung von Start-Ups soll der Aktionsplan insbesondere über zwei neue Förderschienen der Forschungsförderungsgesellschaft FFG umgesetzt werden. Zur Erforschung "seltener Erkrankungen" wie der "Schmetterlingskrankheit", Mukoviszidose oder Morbus Crohn werden heuer zehn Millionen Euro ausgeschüttet. Fünf Millionen stehen direkt zur Verfügung, weitere fünf Millionen Euro werden in Form eines Darlehens angeboten. Als "selten" gilt eine Krankheit, wenn zu einem beliebigen Stichtag nicht mehr als fünf von zehntausend EinwohnerInnen in der EU davon betroffen sind. 20 Millionen sollen in den Jahren 2014 und 2015 folgen.

Für den Schwerpunkt "Life Sciences & Medizintechnologie" innerhalb des FFG-Programms "Research Studios Austria" stehen bis zu 16,8 Millionen Euro zur Verfügung, die bei einer Verlängerung um weitere fünf Millionen Euro aufgestockt werden können. "Research Studios" sind kleine, flexible Forschungseinheiten, die sich speziell der Anwendung und Umsetzung von Forschungsergebnissen in Unternehmen widmen. Die Einreichungen sind ab sofort möglich. (red, derStandard.at, 17.6.2013)

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