Wiener Mariahilfer Straße: Probegehen ab 16. August

17. Juni 2013, 14:20
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Eine Online-Umfrage ergibt, dass mehr Verweilmöglichkeiten und Grünelementen gewünscht werden

Wien - Die Wiener Mariahilfer Straße wird ab 16. August beruhigt. Ab diesem Tag wird die neue Verkehrslösung getestet. Die beliebte Einkaufsmeile wird zur Fußgängerzone bzw. Begegnungszone umfunktioniert. Im Rahmen des Probelaufs wird aber auch gesessen: Es werden bereits erste Exemplare jener Sitzgelegenheiten aufgestellt, die künftig auf der "Mahü" zu finden sein werden, wie Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou und die Bezirksvorsteher von Mariahilf, Renate Kaufmann, und Neubau, Thomas Blimlinger, am Montag berichteten.

Dass mehr Verweilmöglichkeiten ohne Konsumzwang gewünscht werden, ist ein Ergebnis der jüngst durchgeführten Online-Befragung. 800 Menschen haben sich an dieser beteiligt. 62 Prozent sprachen sich für mehr Sitzgelegenheiten aus. Fast 70 Prozent plädierten für zusätzliche Bäume, Sträucher oder andere Grünelemente. Die Aussagen der persönlichen Besucher im Info-Container "Dialog-Box" hätten dieses Ergebnis bestätigt, hieß es.

Umbau für 2014 geplant

Laut Vassilakou wurden nun bereits Architekturbüros mit den Planungen beauftragt. Die Entwürfe sollen im Herbst präsentiert werden, wobei schon jetzt fix ist, wie die Sitzmöbel aussehen werden. Sie können ab Mitte August an einigen ausgewählten Plätzen bereits getestet werden. Ab 2014 ist dann der Umbau der Mariahilfer Straße geplant - nach einer Evaluierung des Probelaufs.

Dass es "kritische Geister" gibt, hat sich im Rahmen der Informationsphase ebenfalls gezeigt, wie heute betont wurde. "Einige wollen, dass alles so bleibt wie es ist. Das war aber nicht die Mehrheit", versicherte Vassilakou. Ambivalent das Online-Ergebnis in Sache Radfahren: Für jeweils rund ein Drittel der Teilnehmer ist mehr Platz für Radfahrer "sehr wichtig" bzw. "unwichtig".

Neue Verkehrslösungen in Anrainerbezirken

Die innere Mariahilfer Straße wird sich in Zukunft weitgehend ohne Autoverkehr präsentieren: Zwischen Kirchengasse und Andreasgasse wird sie zur Fußgängerzone - auf der lediglich der 13A-Bus der Wiener Linien fahren darf. Im daran anschließenden oberen und unteren Teil der Mariahilfer Straße wird eine sogenannte Begegnungszone eingerichtet, in der eingeschränkter Pkw-Verkehr erlaubt ist.

In den Anrainerbezirken Mariahilf und Neubau wird es zum Teil neue Verkehrslösungen geben. Die benachbarten Durchzugsstraßen Gumpendorfer Straße, Neustiftgasse und Burggasse werden etwa zu Tempo-30-Zonen. (APA, 17.6.2013)

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    Die Wiener Mariahilfer Straße wird ab 16. August beruhigt.

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