Österreichs Arbeitskosten steigen über EU-Schnitt

17. Juni 2013, 11:29
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An der EU-Spitze bei der Verteuerung von Arbeitskosten liegen Rumänien und Estland, Österreich liegt auf Platz sechs

Brüssel - Die Arbeitskosten in der EU sind im Durchschnitt im ersten Quartal 2013 um 1,9 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2012 gestiegen. An der Spitze lag laut jüngsten Daten von Eurostat vom Montag neuerlich Rumänien mit einem Plus von 8,6 Prozent, vor Estland (7,5 Prozent), Slowakei (5,5 Prozent), Tschechien (5,4 Prozent) und Ungarn (4,9 Prozent). Österreich liegt mit +4,8 Prozent gemeinsam mit Litauen auf Rang sechs in der EU-27.

Dahinter folgen Bulgarien und Lettland, Luxemburg, Finnland, Deutschland, Polen, Malta, Belgien, Italien, Schweden, Großbritannien, Dänemark, Irland sowie Niederlande und Frankreich.

Rückgänge bei den Arbeitskosten verzeichneten vier Staaten. Die niedrigsten Lohnkosten gab es dabei in Slowenien, vor Spanien, Zypern und Portugal. Keine Daten lagen aus Griechenland vor. Dort gibt es weiterhin nur die Zahlen aus dem dritten Quartal 2012, die damals ein minus von 13,3 Prozent und damit den stärksten Rückgang aufwiesen.

Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten sind Löhne/Gehälter sowie Lohnnebenkosten. Bei den Löhnen wurde im ersten Quartal des Jahres ein Anstieg in der EU-27 von 2,0 Prozent verzeichnet. An der Spitze lag dabei Rumänien mit 8,6 Prozent, Österreich kam mit einem Plus von 4,6 Prozent auf Rang acht in der EU-27. Schlusslicht war auch hier (die Griechenland-Zahlen waren wieder nicht verfügbar) Slowenien mit einem Minus von 3,8 Prozent. (APA, 17.6.2013)

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