Google will Kinderpornografie aus dem Netz verbannen

17. Juni 2013, 11:04
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Riesige Datenbank zur automatischen Sperre und Meldung in Arbeit

Im Kampf gegen pornografische Inhalte mit Kindern rüstet Google nun auf. "Big Data" soll helfen, derartiges Bildmaterial auszublenden und somit schwerer zugänglich zu machen.

Nachgeholfen hat dabei auch Druck aus der Politik, wie der "Telegraph" berichtet. So sagte der britische Premier David Cameron erst vor kurzem, dass ihn das online auffindbare Material "krank" mache. Er forderte die Techunternehmen auf, sich nicht in Ausreden zu flüchten und Taten zu ergreifen.

Soll Behörden und Kinderschützern Arbeit erleichtern

"Wir bauen eine globale Datenbank von 'gehaschten' Bildern, um allen Technologiefirmen zu helfen, sie aufzufinden", erklärt Google-Sprecher Scott Rubin. Entdeckte Inhalte werden an die Behörden gemeldet und blockiert. Wie David Drummond, Chef der Rechtsabteilung, hinzufügt, soll diese Datenbank es auch Behörden und Charitys erleichtern, koordiniert gegen das Problem vorzugehen.

Start innerhalb eines Jahres

Der Betrieb soll innerhalb eines Jahres aufgenommen werden und könnte auf einen Schlag einen Großteil des Bildmaterials für die Allgemeinheit quasi unsichtbar machen. Für die Befüllung der Datensammlung sind unter anderem Kinderschutzorganisationen wie die Internet Watch Foundation zuständig.

Gleichzeitig stellt Google auch zwei Millionen Dollar für unabhängige Softwareentwickler bereit, um neue Werkzeuge im Kampf gegen Kinderpornos zu entwickeln. Regierungsberater John Carr hofft, dass auch andere Branchenriesen dem Thema nun mehr Ressourcen und Aufmerksamkeit widmen.

Die Software, welche gemeldete Bilder einliest und einen "Fingerabdruck" erstellt, wird bereits seit 2008 eingesetzt. Sie ermöglicht es, auch Duplikate ohne menschlicher Hilfe aufzuspüren und aus den Suchergebnissen zu entfernen. (red, derStandard.at, 17.06.2013)

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    Eine große Datenbank soll dazu beitragen, Kinderpornographie im Web die Sichtbarkeit zu nehmen.

     

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