Der Bauch hat das Sagen

17. Juni 2013, 09:55
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Bauchgefühl dominiert in Beziehungsfragen und Jobentscheidungen

Wenn es um wichtige Entscheidungen geht, hören Österreicher gerne auf ihren Bauch: Das zeigt eine aktuelle Online-Studie zum Thema "Bauchgefühl". Rund ein Drittel der 1.000 Befragten vertraut heute dem Bauchgefühl mehr, als noch vor zehn Jahren.

Vor allem bei Beziehungs- (57 Prozent) und Jobentscheidungen (42 Prozent) dominiert das Bauchgefühl. Wenn es um Ernährung geht, stützt sich rund ein Drittel der Entscheidungen auf das Gefühl im Bauch. Fragen zum eigenen Sport- und Fitnessverhalten werden ebenfalls von einem Drittel der Befragten aus dem Bauch entschieden. Bei Gesundheits- und Finanzthemen verlassen sich immerhin rund 20 Prozent auf die Stimme im Bauch. Und der Trend hält an: Fast jeder Fünfte ist entschlossen, seinen Bauch in Zukunft noch stärker als "Entscheidungsträger" zu nützen.

Enterales Nervensystem

Was der Österreicher Bauchgefühl nennt, weiß er auch zu definieren: 62 Prozent der Befragten verstehen darunter eine Kombination aus Körpersignalen und spirituellem Gefühl.

Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich das Bauchgefühl erklären. "Vom sogenannten Bauchhirn führen mehr Nervenstränge ins Gehirn als umgekehrt. Diese enden in einem Gehirnteil, der Emotionen hervorruft und erzeugen ein 'Gefühlsbett', das uns täglich begleitet. Studien belegen, dass der Bauch mit seinem Nervensystem einen Einfluss auf unsere Motivationen, das Verhalten und Denken inklusive Entscheidungsfindung hat," sagt Gabriele Moser, Leiterin der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe und Ambulanz für gastroenterologische Psychosomatik an der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien. (red, derStandard.at, 17.6.2013)

 

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