Bundeskriminalamt warnt vor falschen Hauskäufern

17. Juni 2013, 10:05
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In neuer Form des "Rip-Deals" geben sich Betrüger mitunter auch als Sachverständige aus

Betrugs- und sogar Raubdelikte im Zusammenhang mit Immobilientransaktionen sind für die heimische Polizei nichts Neues. Höchste Vorsicht ist etwa dann geboten, wenn ein vermeintlicher Vermieter nur eine ausländische Kontaktadresse hat und von Miet-Interessenten Geld fordert (als Kaution oder Ähnliches), ohne dass diese die angebliche Wohnung schon zu Gesicht bekommen hätten. Solche Betrugsversuche kommen immer wieder vor, wir berichteten bereits mehrmals darüber (siehe "Nachlese").

Wie aus einer aktuellen Aussendung des Bundeskriminalamts hervorgeht, heißt es auch bei Verkaufs-Transaktionen auf der Hut zu sein: Schon des öfteren seien Hausbesitzer, die ihr Objekt verkaufen wollen, von vermeintlichen Interessenten kontaktiert und zu Verkaufsgesprächen ins Ausland, meist nach Italien, eingeladen worden. "Bei diesen Verkaufsgesprächen wird den späteren Opfern (neben dem eigentlichen Immobilienkauf) auch ein 'sehr lukratives' Geldwechselgeschäft vorgeschlagen", heißt es in der Aussendung weiter. Wer diesem Deal zustimmt, bekommt dann für das echte Geld entweder "farbkopierte Banknoten in kleiner Stückelung", oder das echte Geld wird gestohlen beziehungsweise geraubt.

Betrüger als "Sachverständige"

In einer neuen Form dieser sogenannten "Rip-Deals" (to rip = abzocken, übers Ohr hauen) melden sich nun auch angebliche Sachverständige bei den Immobilienverkäufern und geben vor, im Auftrag ausländischer Kaufinteressenten zu handeln. Eine nachfolgende Besichtigung fällt sehr positiv aus, anschließend folgt wieder die Einladung, für ein Verkaufsgespräch ins Ausland zu kommen.

Das Bundeskriminalamt rät daher zu höchster Vorsicht bei vermeintlich lukrativen Geldwechselgeschäften sowie auch dann, wenn Interessenten auf einen raschen Abschluss drängen. "Bestehen Sie auf Verkaufsgesprächen und Vertragsunterzeichnungen in Österreich, und vermeiden Sie generell die Mitnahme von hohen Bargeldbeträgen", so die Sicherheitsexperten. (red, derStandard.at, 17.6.2013)

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