Polizei beendet Proteste gegen Fußball-WM erneut gewaltsam

17. Juni 2013, 07:49
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Tränengas und Gummigeschoße gegen Demonstranten vor Maracana-Stadion in Rio

Rio de Janeiro/Brasilia - Die brasilianische Polizei hat am Sonntag zum wiederholten Mal Proteste gegen soziale Missstände gewaltsam aufgelöst. Mit Tränengas und Gummigeschoßen vertrieb die Polizei rund 3000 Menschen, die vor dem Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gegen die enormen Kosten der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 demonstrieren wollten, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Nach Angaben der Militärpolizei in Rio de Janeiro wurden mindestens acht Menschen festgenommen. Verletzt worden sei niemand.

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei in der Hauptstadt Brasília waren am Samstag mindestens 33 Menschen verletzt worden. Die Polizei ging gewaltsam gegen eine Kundgebung von etwa tausend Menschen vor, die aus Protest gegen die Ausrichtung internationaler Großereignisse trotz sozialer Probleme in Richtung des Stadions zogen, wo später das Eröffnungsspiel des Confederations Cup stattfand. 20 Menschen wurden festgenommen.

Elf Milliarden Euro für WM

Nach dem Confederations Cup, der Generalprobe für die Fußball-WM, soll in Brasilien Ende Juli der sogenannte Weltjugendtag der katholischen Kirche stattfinden. Zu dem Großereignis in der Metropole Rio de Janeiro werden etwa zwei Millionen Menschen erwartet. Im kommenden Jahr ist das Land Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft, zwei Jahre später sollen die Olympischen Spiele ausgetragen werden.

Allein für die Fußballweltmeisterschaft rechnet Brasilien mit Kosten von umgerechnet rund elf Milliarden Euro. Unmut über die mit den Großereignissen verbundenen Ausgaben waren in den vergangenen Tagen immer wieder Anlass für Sozialproteste. Sowohl in Rio de Janeiro als auch in São Paulo, Belo Horizonte und Porto Alegre gingen zahlreiche Menschen auf die Straßen. Zudem sorgte die Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr für teils gewaltsame Proteste im ganzen Land. (APA, 17.6.2013)

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    Die Polizei löste die Demonstration vor dem Maracana-Stadion in Rio de Janeiro gewaltsam auf.

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    Bereits am Samstag war es in der Hauptstadt Brasília zu Zusammenstößen gekommen.

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