Balotelli schießt Italien in die Annalen des Maracana

17. Juni 2013, 06:00
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Stürmer fixiert 2:1-Sieg der Italiener über Mexiko beim ersten Pflichtspiel in der neuen Arena - Spanien schlägt Uruguay

Rio de Janeiro - Mario Balotelli und Jubilar Andrea Pirlo haben Italien zum Auftakterfolg beim Confederations Cup geschossen. Bei der Pflichtspielpremiere im neuen Maracana von Rio de Janeiro setzte sich die Squadra Azzurra am Sonntag mit 2:1 (1:1) gegen Mexiko durch und feierte damit den ersten Sieg seit 20 Jahren gegen den Nord- und Mittelamerika-Champion. Im zweiten Spiel des Tages setzte sich Spanien 2:1 gegen Uruguay durch.

Pirlo baut ein

Pirlo brachte Italien mit einem tollen Freistoßtor in seinem 100. Länderspiel in Führung. Nach einem Foul von Andrea Barzagli an Giovani Dos Santos glich Javier Hernandez (34.) vor 76.864 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Tempel per Foulelfmeter aus. Doch AC Milans Stürmerstar Balotelli (78.) machte den ersten Sieg der Italiener gegen Mexiko seit 1993 und den ersten Erfolg in einem Pflichtspiel seit der WM 1970 perfekt.

Mexiko steht im zweiten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Gastgeber Brasilien nun schon unter Druck. Italien kann die Aufgabe gegen Japan hingegen etwas entspannter angehen. Die Brasilianer hatten am Samstag in Brasilia das Eröffnungsspiel der Gruppe A gegen die Japaner mit 3:0 gewonnen.

Spanien souverän

Auch für Spanien begann der Confed-Cup verheißungsvoll. Der Welt- und Europameister gewann gegen Uruguay in Recife hochverdient mit 2:1 (2:0) und dokumentierte lange Zeit, dass der erstmalige Gewinn des Confed Cups das erklärte Ziel des Seriensiegers der vergangenen Jahre ist.

Pedro (20. Minute) und Roberto Soldado (32.) erzielten vor 41.700 Zuschauern Stadion Pernambuco die Tore, Luis Suarez konnte in der 88. Minute mit einem Freistoß für Südamerikameister Uruguay verkürzen. Weitere Teams in Gruppe B sind Afrikameister Nigeria und Tahiti, die am Montag in Belo Horizonte aufeinandertreffen.

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque hatte in der im Vorfeld heiß diskutierten Torhüterfrage am Ende doch die großen Verdienste von Kapitän Iker Casillas berücksichtigt. Der 32 Jahre alte Torhüter, der bei Real Madrid von Ex-Trainer José Mourinho monatelang auf die Ersatzbank verbannt worden war, erhielt den Vorzug gegenüber seinem Konkurrenten Victor Valdés vom FC Barcelona. Viel zu tun bekam Casillas in seinem 146. Länderspiel nicht. Ein Kopfball von Edinson Cavani war lange seine einzige Prüfung, die er bestand (29.). Beim platzierten Freistoß von Suarez war er dann machtlos.

Druck

"Ich bin sicher, es wird eine große Show geben", hatte Spaniens Kapitän am Tag vor dem Auftaktspiel angekündigt. Der Weltmeister ließ diesen Worten vor allem in der ersten Hälfte Taten folgen. Spanien beherrschte den überforderten Gegner, ließ den Ball laufen, erspielte sich etliche Chancen. Cesc Fabregas traf in der 10. Minute den Pfosten. Mehr Glück hatte Pedro, dessen Schuss Uruguays Kapitän Diego Lugano unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Nach einem feinen Zuspiel von Fabregas erhöhte Angreifer Soldado auf 2:0.

Uruguays Torhüter Fernando Muslera verhinderte noch Schlimmeres, er reagierte unter anderem großartig bei einer Chance von Gerard Piqué (38.). Auch nach der Pause dominierten die Spanier, ließen aber vor dem Tor die letzte Entschlossenheit vermissen. Häufig konnten sie auch nur durch Fouls gestoppt werden. Die ruppiger werdende Partie verflachte. Am Ende sorgte Suarez noch mal für etwas Spannung. (APA, 17.6.2013)

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    foto: epa/weiken

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