Erdogan legt sich mit ausländischen Medien an

16. Juni 2013, 18:08
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Ministerpräsident sprach von Desinformation

Istanbul/Ankara - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat internationalen Medien vorgeworfen, falsch über sein Land zu berichten. In einer Rede vor hunderttausenden Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP behauptete er am Sonntag in Istanbul, die britische BBC, der US-Nachrichtensender CNN und die Nachrichtenagentur Reuters betrieben Desinformation.

In den vergangenen Tagen hatten bereits einige Tageszeitungen aus dem religiösen Spektrum Stimmung gegen ausländische Medien gemacht. Mehrere türkische Medien waren von der Gezi-Park-Protestbewegung kritisiert worden, weil sie kaum über das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen demonstrierende Regierungsgegner berichtet hatten. (APA, 16.6.2013)

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