Deutschland soll österreichische Drohnen erhalten

16. Juni 2013, 18:02
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Helikopter kostet angeblich rund 30 Millionen Euro pro Stück

Berlin/Wien - Nach dem Aus für das Drohnenprojekt Euro Hawk treibt die deutsche Bundeswehr nach einem Magazinbericht nun eine anderes Projekt für ein unbemanntes Aufklärungsgerät voran. Bis Ende August solle ein Vertrag zum Kauf von unbemannten Hubschraubern des Typs Camcopter S-100 unterschriftsreif sein, berichtete "Der Spiegel" am Sonntag. Dies gehe aus einer Handlungsvorgabe der Leitungsebene des Verteidigungsministeriums hervor, die das Wehrbeschaffungsamt in der vergangenen Woche erhalten habe.

Geplant sei, solche Fluggeräte auf Korvetten der Bundeswehr zu stationieren. Eine Stellungnahme des Ministeriums war zunächst nicht zu erhalten. Der in Österreich hergestellte Helikopter koste rund 30 Millionen Euro pro Stück, berichtete das Magazin weiter.

Beim Wehrbeschaffungsamt fürchteten die Experten allerdings Schwierigkeiten bei der Zulassung des Aufklärungsgeräts. Solche Probleme hatten auch zum Aus für das Euro-Hawk-Projekt geführt, das den deutschen Verteidigungsminister Thomas De Maiziere in Bedrängnis gebracht hat. Die Opposition wirft ihm vor, zu spät gehandelt zu haben, und fordert seinen Rücktritt. Noch im Juni soll ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, der die Hintergründe aufarbeiten soll. Das Projekt war 2001 unter der damaligen rot-grünen Regierung gestartet worden. Allerdings hatte die Drohne in der vorliegenden Form keinerlei Aussicht auf die luftrechtliche Zulassung. (APA, 16.6.2013)

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