Gusenbauer: "Österreichische Innenpolitik beginnt offenbar am Golan"

16. Juni 2013, 13:03
100 Postings

Ex-Kanzler: Regierung und Opposition keine Anwärter auf den Heldenfriedhof

Damaskus/Jerusalem - Nach dem Diplomaten Wolfgang Petritsch hat auch Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer Österreichs Abzug vom Golan kritisiert. Dieser habe dem internationalen Ansehen nicht genützt, sagte der ehemalige SPÖ-Chef der "Kleinen Zeitung" vom Sonntag. Die Regierung, aber auch die Opposition, hätten sich "nicht wirklich die Anwaltschaft (sic!) auf den Heldenfriedhof erworben".

Gusenbauer sagte über die Entscheidung, die Kommentatoren mit dem Nationalratswahlkampf in Verbindung bringen: "Die österreichische Innenpolitik beginnt offensichtlich am Golan." Kanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Gerald Klug (beide SPÖ) hatten in der Vorwoche nach einem Gefecht syrischer Truppen mit Rebellen an der Waffenstillstandszone den Rückzug der rund 380 Bundesheer-Soldaten von der UN-Mission UNDOF verkündet. (APA, 16.6.2013)

Share if you care.