Katja Riemann hilft am Leipziger "Tatort" aus: Top oder Flop?

    Ansichtssache16. Juni 2013, 17:17
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    Ein totes Mädchen, Winterlandschaften und vergangene Beziehungen: Wie hat Ihnen die Folge "Die Wahrheit stirbt zuerst" gefallen?

    Diesen Sonntag ermittelten die Kommissare Eva Saalfeld und Andreas Keppler am "Tatort" in Leipzig. Zum Inhalt der Folge "Die Wahrheit stirbt zuerst": In den frühen Morgenstunden werden die Kommissare zu einer abgelegenen Waldgaststätte gerufen. Ein siebenjähriges Mädchen ist am Rand eines zugefrorenen Sees tot aufgefunden worden.

    foto: orf/ard/saxonia media/junghans

    Ihre Mutter Paula Albrecht ist verzweifelt. Sie verdächtigt ihren Mann Peter, von dem sie seit einiger Zeit getrennt lebt. Amelie war die letzten Tage mit ihm zusammen. Paula befürchtet, dass er die gemeinsame Tochter ermordet hat, weil er es nicht ertragen konnte, dass sie mit Amelie und ihrem neuen Lebensgefährten, Johannes Bittner, in Kürze nach Kairo zieht.

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    Kurz später wird Amelies Vater in der Nähe des Tatorts gefunden. Er hat sich die Pulsadern aufgeschnitten. Alles deutet darauf hin, dass Peter Albrecht erst seine Tochter getötet hat und danach sich selbst umbringen wollte. Eva Saalfeld versucht, ihn mit einer Blutspende zu retten. Bei der Obduktion wird festgestellt, dass Amelie unter Asthma litt und ihr Tod durch Ersticken eingetreten ist.

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    Überraschend meldet sich eine Kollegin vom BKA bei Keppler und fordert Amtshilfe. Linda Groner (Katja Riemann) ist eine Ex-Freundin Kepplers. Sie will in die Ermittlungen eingebunden werden, denn Johannes Bittner wird seit längerer Zeit vom BKA wegen illegaler Auslandsgeschäfte überwacht. Die Muschelkette, die bei der ermordeten Amelie lag, trägt seine Fingerabdrücke. Die Vermutung liegt nahe, dass ihm das Kind bei seinen Zukunftsplänen mit Paula in Ägypten im Weg stand.  

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    foto: orf/ard/saxonia media/junghans

    "Gut, dass Katja Riemann als BKA-Ermittlerin auftaucht und die Kollegen mit Häme überschüttet", schreibt dazu Christian Buß auf Spiegel Online, "wahrscheinlich soll Riemanns BKA-Ermittlerin die Böse sein. Aber in ihrer unverlogenen, lustvoll verspielten und offensiv egoistischen Art ist sie in diesem aufgeblasenen Krimi-Kitsch in Wirklichkeit das einzige Gute."

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    foto: orf/ard/saxonia media/junghans

    Lob für Riemann kommt auch von Focus de: "Wer Katja Riemann im Boot hat, braucht sonst kaum Nebenrollen: Sie dominiert den 'Tatort' aufs Erfreulichste, pampt die Kommissare an und ist dabei der reinste Cowboy. Eine interessante Figur gibt auch Johannes Bittner (Bernhard Schir) ab, der neue Lebensgefährte von Amelies Mutter."

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    "Regie, Kamera und Drehbuch stammen von dem mehrfach preisgekrönten Filmemacher Miguel Alexandre. Er verzichtet in seinem Fall auf Gewaltszenen oder rasante Action und treibt alles auf den Höhepunkt am Ende zu, allerdings wirken die Handlung und vor allem ihr Ende recht konstruiert", urteilt stern.de.

    Und wie lautet Ihr Urteil? Wie hat Ihnen diese "Tatort"-Folge gefallen? Top oder Flop? (red, derStandard.at, 16.6.2013)

    TV-Tagebuch: "Die Wahrheit stirbt zuerst am "Tatort": Wie Blut im Schnee

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