Kulterer sieht "Festtag für Bayern" nahen

14. Juni 2013, 18:22
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Exbanker sorgt sich um Entscheidung des OGH

Wien - Der Exchef der Hypo Alpe Adria, Wolfgang Kulterer, macht sich Sorgen. Am 2. Juli entscheidet der Oberste Gerichtshof (OGH) über die Causa Vorzugsaktien I. Folgt er der Ansicht der Generalprokuratur, würden die Urteile gegen Kulterer, Günter Striedinger, Anwalt K. und Steuerberater G. wegen Untreue rechtskräftig. Sie müssten ins Gefängnis.

Kulterer beunruhigt aber etwas anderes. In einer Mail, die er auch an zwei ihm bekannte Anwälte der Kanzlei Freshfields schickte, warnt der Exbanker, dass bei einer Bestätigung des Vorzugsaktien-Urteils "dies ein Festtag für die Bayern wäre, weil die Schadenersatzklagen damit volles Gewicht erhalten". In seinen, Kulterers, Augen arbeite "die Justiz derzeit mit Hochdruck zugunsten der BayernLB". Die Bayern haben ja die Rückabwicklung ihres Hypo-Kaufs eingeklagt; dieses Verfahren läuft derzeit am Handelsgericht Wien. Der Exchef der Hypo: "Eine Bestätigung des Urteils wäre Wasser auf den Mühlen der BayernLB! ... Es ist nachgewiesen, dass sie die Hypo gegen die Bank (gemeint: Wand; Anm.) gefahren hat." Er bitte, so Kulterer, "diese Information ... zu verbreiten".

Warum Kulterer sie ausgerechnet bei den Anwälten von Freshfields verbreitet, ist unklar. Die Kanzlei vertritt in diversen Causen: die BayernLB. (gra, DER STANDARD, 15.6.2013)

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