Wohnbauinitiative: Baustart in der Seestadt

14. Juni 2013, 17:09
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An den ersten 1.600 Wohnungen der "Zusatzschiene" zum geförderten Wiener Wohnbau wird ab sofort gebaut, bis Ende 2014 sollen sie fertig sein

6.250 freifinanzierte Wohnungen will die Stadt Wien mit ihrer "Wohnbauinitiative" schaffen, und diese sollen so günstig sein wie im geförderten Wohnbau. 2011 startete Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) diese "Zusatzschiene zum geförderten Wohnbau", um trotz stark geschrumpfter Wohnbauförderung leistbaren Wohnraum schaffen zu können. Die Stadt stellte dazu 500 Millionen Euro an günstigen Darlehen zur Verfügung.

Sechs Konsortien bekamen schon im August 2011 den Zuschlag für ihre Projekte. Schon im Mai 2012 erfolgte der erste Spatenstich eines Wohnbauinitiativen-Projekts der Gesiba im 22. Bezirk.

Bezugsfertig Ende 2014

Am heutigen Freitag war es dann auch in der zukünftigen "Seestadt Aspern" so weit: In Anwesenheit von Ludwig wurde der offizielle Baustart der ersten 1.603 Wohnungen vorgenommen, die von den Konsortialpartnern Vienna Insurance Group (VIG/Wiener Städtische) und Erste Group sowie acht Bauträgern unter Koordination der Sozialbau AG in der Seestadt errichtet werden.

Laut Sozialbau-Chef Herbert Ludl haben die Vorarbeiten "in rekordverdächtigen 21 Monaten und mit Hilfe eines völlig neu entwickelten kooperativen Verfahrens" abgeschlossen werden können. Läuft alles nach Plan, sollen die Wohnungen schon Ende kommenden Jahres bezugsfertig seien.

Mietobergrenzen für zehn Jahre

Für die ersten zehn Jahre gilt eine verpflichtende Mietpreisbindung ab Baufertigstellung, und zwar sowohl für Neu- als auch für Wiedervermietung innerhalb dieses Zeitraums (und dann bis zum Ende der Mietvertragsdauer). Nach Ablauf dieser Frist dürfen die Bauträger bei Neuabschlüssen von Mietverträgen (und nur dann) einen "angemessenen" Mietzins einheben.

Eine zentrale Projektsteuerung soll für eine reibungslose Koordination sorgen. Der Verzicht auf kostspielige Anforderungen sollen die nötigen niedrigen Gesamtbaukosten garantieren. Von der 1:1-Stellplatzverpflichtung (also der Verpflichtung, pro Wohneinheit einen Stellplatz zu schaffen) wurde Abstand genommen, außerdem hat die Stadt die Grundstücke zur Verfügung gestellt. (red, derStandard.at, 14.6.2013)

  • Früher gab's am ehemaligen Flugfeld Aspern "Take-Offs", jetzt finden dort "Kick-Offs" statt: Donaustadt-Bezirksvorsteher Norbert Scheed, Erste-Group-Chef Andreas Treichl, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Wiener-Städtische-Boss Günter Geyer, und Sozialbau-Chef Herbert Ludl (v.l.) beim Drücken des Knopferls am Freitag.
    foto: pid/schaub-walzer

    Früher gab's am ehemaligen Flugfeld Aspern "Take-Offs", jetzt finden dort "Kick-Offs" statt: Donaustadt-Bezirksvorsteher Norbert Scheed, Erste-Group-Chef Andreas Treichl, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Wiener-Städtische-Boss Günter Geyer, und Sozialbau-Chef Herbert Ludl (v.l.) beim Drücken des Knopferls am Freitag.

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