Schwarzenegger angeblich Wunschkandidat des Weißen Hauses

7. August 2003, 10:19
11 Postings

Laut Berichten der "New York Times" - Generell aber Zurückhaltung Washingtons gegenüber Kaliforniens Politik

Washington - Bei den bevorstehenden Gouverneurswahlen in Kalifornien wäre es dem Weißen Haus angeblich am liebsten, wenn Filmstar Arnold Schwarzenegger für die Republikaner antreten würde. Dies berichtete die "New York Times" (Freitagausgabe) unter Berufung auf ungenannte Republikaner, die dem Weißen Haus nahe stehen. Bei den durch eine "Recall"-Petition erzwungenen außerordentlichen Gouverneurswahlen am 7. Oktober könnte der Austro-Amerikaner Schwarzenegger antreten, er hat aber noch nicht über seine Kandidatur entschieden.

Schwarzeneggers Berater George Gorton meinte dazu, er habe vom Präsidenten-Team weder eine Ermutigung noch entmutigende Worte im Hinblick auf eine mögliche Kandidatur gehört. Der Chefberater von Präsident George W. Bush, Karl Rove, habe sich bereits früher für eine Kandidatur Schwarzeneggers bei den für 2006 geplanten nächsten ordentlichen Gouverneurswahlen ausgesprochen.

Das Weiße Haus halte sich derzeit bei der Strategie der Republikaner für Kalifornien eher zurück, da es im vergangenen Jahr schlechte Erfahrungen gemacht habe, heißt es in der "New York Times". Der von Rove als Gouverneurs-Kandidat bevorzugte Republikaner Richard Riordan, ehemaliger Bürgermeister von Los Angeles, war vom konservativeren Bill Simon in den Vorwahlen geschlagen worden. Simon hatte dann gegen den demokratischen Gouverneur Gray Davis bei den Wahlen im November 2002 verloren.

Das Weiße Haus betrachte Kalifornien bereits im Hinblick auf die kommenden Präsidentschaftswahlen 2004: Ein schwacher republikanischer Gouverneur, der mit denselben Problemen wie sein demokratischer Vorgänger Davis kämpfen müsse, wäre wahlstrategisch gesehen nicht von Vorteil, so die "New York Times". Andererseits würde es die Demokraten sicher hart treffen, wenn im derzeit mehrheitlich demokratischen Kalifornien ein demokratischer Gouverneur der "Recall"-Wahl zum Opfer fiele und einem Republikaner weichen müsse. Dann würde ein demokratischer Präsidentschaftskandidat wesentlich mehr Energie in den kalifornischen Wahlkampf stecken müssen.

Als bevölkerungsstärkster Bundesstaat stellt Kalifornien die meisten Wahlmänner. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen gingen die 54 Wahlmänner-Stimmen an den letztlich unterlegenen Demokraten Al Gore.(APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Arnold Schwarzenegger, möglicherweise Wunschkandidat für das Gouverneursamt in Kalifornien, könnte von den Republikanern ins Rennen geschickt werden, um den bevölkerungsreichsten Bundesstaat Amerikas zu erobern.

Share if you care.