Verschleppungstaktik der USA

8. Oktober 2003, 11:15
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Zehn-Jahres-Plan zur Erforschung der Klimaveränderungen beschlossen

Washington - Die US-Regierung hat einen Zehn-Jahres-Plan zur Erforschung der Ursachen und Auswirkungen der globalen Klimaveränderungen beschlossen. Bisher bestritt die Regierung von George W. Bush, dass es das Phänomen der weltweiten Klimaerwärmung gebe. Das Projekt soll nach den Worten von Wirtschaftsminister Don Evans und Energieminister Spencer Abraham die Arbeit von 13 Bundesinstitutionen bündeln und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Veränderungen von Klima und Umwelt in der Vergangenheit und Gegenwart bringen.

Umweltschützer beschuldigten die US-Regierung, mit diesem Plan lediglich eine Verschleppungstaktik für ein drängendes Umweltproblem gewählt zu haben. "Die meisten Umweltexperten in der Welt werden dies als Spielerei werten, während die Welt in Flammen steht", meinte der Vorsitzende der Nationalen Umweltstiftung, Philip Clapp, in der Zeitung "Washington Post" vom Donnerstag.

Kyoto-Protokoll abgelehnt

Die Bush-Regierung hatte 2001 das Kyoto-Protokoll zum Kampf gegen die globale Erwärmung abgelehnt, weil eine von Menschen verursachte Klimaerwärmung aus der Sicht Washingtons wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen sei und der Plan zudem amerikanische Arbeitsplätze gefährden würde.

Evans kündigte ebenfalls an, die Entwicklung neuer Technologien zur weltweiten Klima-Beobachtung mit 103 Millionen Dollar (etwa 89,6 Millionen Euro) zu fördern. (APA/dpa)

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