Vakuum-Trocknung soll Holzschädlinge entfernen

1. August 2003, 20:01
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Verzicht auf Hitze als umweltschonende Alternativmethode

Blacksburg, Virginia - Wissenschaftler des Virginia Techs-College haben eine neue Methode zur Entfernung von Schädlingen aus Holzverpackungen entwickelt. Dabei soll das Holz mit Vakuum getrocknet werden. Sämtliche Schädlinge wie etwa Larven von Käfern können mit der Methode umweltfreundlich vernichtet werden, teilt die Universität mit.

"Bisher wurde Schnittholz mit Hitze behandelt. Die neue Technologie spart Energie und entlässt keine ozonzerstörenden Chemikalien in die Erdatmosphäre", so Zhangjjng Chen vom Virginia Techs College, der an der Entwicklung des Systems mitgearbeitet hat. "Die gesetzlichen Bestimmungen machen eine Behandlung von Holzpaletten und Containern, die Waren für den Export oder Import enthalten, erforderlich", erklärt der Experte. Zwei Möglichkeiten der Behandlung gebe es: Hitze oder Ausräuchern. Die neue Methode soll das Center for Unit Load and Design zu einer Basis für eine Vakuumvernichtung von Insekten in festen Holzverpackungen machen. In ersten Versuchen konnten die Forscher beweisen, dass das Vakuum die Insekten in Stunden vernichtet hatte. Eine Behandlung von Holz dauert zwischen einigen Stunden und einigen Tagen.

In ersten Versuchen an frisch geschnittenen Roteichen konnten Larven des amerikanischen Bockkäfers (Hylotrupes bajulus) in wenigen Stunden vernichtet werden. Das Projekt ist deswegen besonders interessant, weil asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), die mit Holzverpackungen in die USA eingeschleppt wurden zu großen Schäden in den Wäldern geführt hatten. Der asiatische Laubholzbockkäfer ist auch in Österreich aufgetaucht und hat in ganz Europa unter den Baumpflegern, Gärtnern, Forstschutzexperten, aber auch unter der Bevölkerung große Betroffenheit ausgelöst, berichtet die Arbeitsplattform für Bäume im Stadtbereich. Die Angst der Experten ist groß, dass sich dieser Schädling, ähnlich wie in den USA, weiter ausbreitet und Laubbäume wie Ahorn, Pappel und Erle in der gesamten EU gefährdet. (pte)

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    Anoplophora glabripennis

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