Mit Hubpodium in lichte Höhen

12. August 2003, 14:08
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Präsidentin Helga Rabl-Stadler jubelt über Rekordeinnahmen

Salzburg - Präsidentin Helga Rabl-Stadler genehmigt sich lachend einen Schluck Festspielbier: Das Festival wird ob des Rekordkartenverkaufs einen hübschen Gewinn einfahren. Selbst spröde Produktionen wie die Uraufführung von Hans Werner Henzes L'Upupa verkauften sich prächtig: "Wir kalkulierten mit einer Auslastung von 60 Prozent - und bereits jetzt sind über 90 Prozent der Karten für die vier Aufführungen verkauft. So etwas gab es wirklich noch nie!"

Was mit dem Gewinn passiert, steht bereits fest: Rund 300.000 Euro investiert man für ein Hubpodium im "Haus für Mozart", wie das kleine Festspielhaus künftig heißt. Der Umbau ist beschlossen, alle Klippen umschifft: Das Team Fran¸cois Valentiny, Wilhelm Holzbauer, Dieter Irresberger und Hubert Hermann änderte die Fassade ab (in den Videoanimationen, die im Festspielbezirk gezeigt werden, gibt es nun keine VIP-Loggia mehr), die Altstadtkommission gab ihr Okay, und auch alle Einsprüche wurden abgewiesen.

Am Montag wird das Kuratorium den Bauauftrag erteilen. Die Kosten liegen exakt im Rahmen von 29 Millionen Euro. 25 Millionen hat Rabl bereits: Mäzen Alberto Vilar lässt zwar aus, aber Donald Kahn, der heuer Prinz Charles nach Salzburg einlädt, steuert 4,2 Millionen Euro bei. Die noch fehlenden vier sollen über eine Bausteinaktion hereingebracht werden. (trenk /DER STANDARD, Printausgabe, 25.7.2003)

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