Ladenöffnung

12. August 2003, 13:31
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Wien - Das neue Öffnungszeitengesetz ist mit 1. August in Kraft getreten. Nun liegt es bei den Bundesländern, in welchem Umfang sie das Gesetz übernehmen. Die Landeshauptleute haben die Möglichkeit, die Öffnungszeiten mittels Verordnung festzulegen.

Der Bund gibt nämlich nur den Rahmen vor. Laut Gesetz dürfen Geschäfte ab August von Montag bis Freitag von 5.00 Uhr bis 21.00 Uhr und an Samstagen von 5 bis 18.00 Uhr offen halten, wenn es von den Ländern dazu keine einschränkenden Verordnungen gibt. Auch die Erweiterung des Wochenrahmens von 66 auf 72 Stunden ist möglich.

Ein Einkaufsabend pro Woche in Wien und Burgenland

In Wien und dem Burgenland ist künftig an einem beliebigen Tag pro Woche das Einkaufen von 6.00 bis 21.00 Uhr möglich. Wien und Burgenland wollen die neuen Öffnungszeiten in Verordnungen festlegen, die bis Jahresende befristet sein werden. Danach soll es zu einer Evaluierung kommen.

NÖ zieht nicht mit

Niederösterreich geht bei der neuen Regelung nicht mit. Landeshauptmann Erwin Pröll (V) hat sich bereits am Mittwoch in einer Weisung an Kranzl auf die volle Ausschöpfung der ab August geltenden Möglichkeiten (Montag bis Freitag von 5.00 bis 21.00 Uhr, Samstag von 6.00 bis 18.00 Uhr) festgelegt.

Die Neuregelung der Ladenöffnungszeiten in Niederösterreich solle "Kaufkraftabfluss verhindern", stellte Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (V) am Donnerstag klar. Der eingeschlagene Weg sei insbesondere auch im Hinblick auf die EU-Erweiterung wichtig, die Weisung von Landeshauptmann Erwin Pröll (V) demnach "richtig und verantwortungsbewusst".

Flexible Öffnungszeiten seien "im Interesse Niederösterreichs", betonte der Landesrat. Als einziges Bundesland der Ostregion habe man "klare Verhältnisse" geschaffen. Gabmann verwies auch darauf, dass die Neuregelung einerseits Arbeitsplätze sichere und andererseits neue Teilzeitmöglichkeiten insbesondere für Frauen schaffe. (APA)

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