Nicole Kidman gibt Lars von Trier einen Korb

1. August 2003, 21:29
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Keine Fortsetzung von "Dogville" mit ihr

Los Angeles - Hollywood-Star Nicole Kidman hat "aus Termingründen" ihre Mitarbeit an dem neuen Streifen des dänischen Dogma-Filmers Lars von Trier abgesagt. "Wir und sie hätten sie gerne dabei gehabt, aber es war einfach nicht möglich", sagte von Triers Produzentin Vibeke Windelöv zu "Daily Variety".

Kidman hatte in "Dogville", dem ersten Teil der USA-Trilogie von Triers, die Grace gespielt und sollte eigentlich die Rolle auch in den Fortsetzungen übernehmen.

Der zweite Teil, "Manderlay", muss aus Finanzierungsgründen in einem Jahr fertig gestellt sein, Kidman sei aber bereits bis Herbst 2004 ausgebucht. Nun soll die Australierin von zwei Schauspielerinnen ersetzt werden, von welchen ist allerdings noch unklar.

Prominenz sei laut Windelöv bei der Auswahl nicht entscheidend: "Wir wollen einfach eine gute Schauspielerin." Auch Kidman sei zu Beginn der Zusammenarbeit noch nicht so berühmt gewesen - so äußerte sich zumindest Lars von Triers Produzentin.

Anm. d. red.: Man könnte es auch so sehen, dass Kidman wie zuvor Björk und Catherine Deneuve schon vor der Zusammenarbeit mit den Dänen Topstar-Status hatten und eben dieser Status die Finanzierung der Filme wesentlich erst ermöglichte. Man könnte auch vermuten, dass Kidman eventuell - wie die diesbezüglich recht offenherzige Björk vor ihr - begrenzte Lust an einer weiteren Zusammenarbeit verspürt; Leidenswille mag irgendwo Grenzen haben. Man könnte die oben getätigten Aussagen als recht illustrativ für das für Verhältnis der "Dogma"-Bewegung zu Wahrheiten halten. Und dann sich vorstellen, dass hier eine Pose eingenommen wird, die von US-Bürger gerne mal mit einem abfälligen "bitchy arrogant euro" bedacht wird. (APA/red)

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