Die Zitrone in aller Welt

18. Oktober 2003, 12:04
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Kaffirlimette Aus Indonesien, schrumpelige, grüne, weiche Schale. Die harten Blätter sind Zutat für Curries oder die thailändische Nationalsuppe Tom Yum Goong.
Limequat Kreuzung von Limetten und roter Kumquat, seit 1909 am Markt. Von der Größe erinnert sie an eine Zwetschke, vom Geschmack her eher an eine Orange, kann wie Kumquats mit der Schale gegessen werden, große und bittere Kerne.
Limette Wurde populär durch den Erfolg des brasilianischen Caipirinha, ihr Saft kommt aber auch in der Küche sehr gut. Traditionell wird die Frucht behutsam gerollt und gequetscht (oft den ganzen Tag lang), bevor man sie ihres Saftes entledigt.
Limoncello Der legendäre Zitronenlikör aus Süditalien, aus Cedre-Zitronen hergestellt. Kommt aus Capri, aus Positano oder aus Sizilien, stark gekühlt ist er am besten.
Limone Pittoreske Touristenhochburg am steilen Westufer des Gardasees. Auch wenn hier tatsächlich ein paar Zitronen wachsen, hat der Ortsname damit eher nichts zu tun, sondern leitet sich vom lateinischen "limes" ab. Bis 1918 verlief bei Limone die Grenze zwischen Österreich und Italien.
Zitronat I Zitronensäure in kleinen, zumeist gelb-grünen Plastikfläschchen. Ersetzt den Saft der echten Frucht nur in wenigen Ausnahmefällen.
Zitronat II Bezeichnung für kandierte Zitronenschalen-Stücke, ähnlich den Arancini. Kommen wie diese vorwiegend in weihnachtlichen Backwaren zum Einsatz. Hergestellt wird Zitronat aus den grünlichen, unreifen Schalen der bis zu zwei Kilo schweren Riesenzitrone namens Zedra.
Zitrone Der kommerzielle Anbau der aus Asien stammenden Zitrone begann in der westlichen Welt tatsächlich erst im 19. Jahrhundert. Sorten gibt es verhältnismäßig viele, die gebräuchlichsten sind etwa Primofiori und Verna. Zitronen machen sich immer und überall gut, nicht nur an der Seite des Schnitzels. Vor allem seit der Erfindung von Jamie Oliver sehr hoch im Kurs.
Zitronengras Spielt in der Thai-Küche eine nicht unwesentliche Rolle. Verführerischer, zitronig-exotischer Geschmack, in Verbindung mit Chili, Koriander, Ingwer und Kokos äußerst attraktiv, leider nicht essbar. (DER STANDARD/rondo/floh/25/07/03)

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