Journalist vor besetztem VW-Gelände in Brasilien erschossen

Redaktion, 27. Juli 2003 13:21

Obdachlose Arbeiter protestieren

Vor einem von obdachlosen Fabriksarbeitern besetzten Gelände des Volkswagen-Konzerns in Brasilien ist ein Journalist erschossen worden. Der 36-jährige Reporter und Fotograf Luiz Da Costa vom Nachrichtenmagazin "Epoca" sei am Mittwoch (Ortszeit) in Sao Bernardo im Teilstaat Sao Paulo während eines Interviews tödlich getroffen worden, berichteten Medien. Der Täter sei unerkannt in das Obdachlosencamp geflüchtet.

Die Zahl der Besetzer des VW-Geländes war laut Medien am Dienstag auf rund 4000 Familien angewachsen. Weitere 3000 Familien halten seit Montag zwei stillgelegte Hotels und zwei bis dahin leere Wohnhäuser im Zentrum der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo besetzt. Die "Bewegung der obdachlosen Arbeiter" (MTST) fordert die Übereignung der Immobilien. Eine Richterin ordnete inzwischen allerdings die Räumung des VW-Geländes und der besetzten Häuser an. (APA/dpa)

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