Liste No Ma'am soll an Uni Linz in ÖH-Exekutive

13. Juni 2013, 15:22
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Gemeinsam mit der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft - Bisherige Koalition aus VSStÖ, FLÖ und GRAS abgelöst

Linz - Die Spaßfraktion No Ma'am soll in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) den Vorsitz der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Uni Linz übernehmen. Man habe sich gestern auf eine Koalition geeinigt, sagte AG-Obmann Michael Obrovsky am Donnerstag.

Damit kommt es zu einem Machtwechsel, zuletzt gab es an der Uni Linz eine Koalition von Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ), Fachschaftslisten (FLÖ/ÖSU) und Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS).

Fix soll die Zusammenarbeit von AG und No Ma'am mit der konstituierenden Sitzung am 28. Juni werden. Am selben Tag findet auch die konstituierende Sitzung der ÖH-Bundesvertretung, des bundesweiten Studentenparlaments, statt.

Freibier und "geile Partys"

No Ma'am soll - passend zur Wahlkampfforderung nach "Freibier und geilen Partys" - für das Organisationsreferat und damit für sämtliche Feiern zuständig sein. "Die AG kümmert sich um einen Großteil des Service, da haben wir sehr viel Expertise", so Obrovsky. No Ma'am will außerdem den Technikern, die den Großteil der Fraktion stellen, und den unfraktionierten Studenten eine Stimme in der Uni-Vertretung geben. Die kleinere Fraktion soll außerdem den stellvertretenden ÖH-Vorsitzenden stellen und eine Kontrollfunktion übernehmen, indem etwa Rechnungen immer von beiden Fraktionen gezeichnet werden.

"Sexistische Bande"

Harsche Kritik an der geplanten Zusammenarbeit der AG mit der "sexistischen Bande" No Ma'am kam vom VSStÖ: Es lasse nichts Gutes für die Studenten erwarten, wenn sich die AG einen Bierverein als Steigbügelhalter nehme, sagte die designierte VSStÖ-Vorsitzende Donjeta Krasniqi. Die kommende Exekutive bestehe damit "überwiegend aus einer postpubertären Buberlpartie", in der Frauen nicht mitarbeiten dürften und die tschechische Hostessen im Wahlkampf eingesetzt habe, und "ÖVP-FunktionärInnen".

Obrovsky wies die Kritik des VSStÖ zurück: No Ma'am sei nicht frauenfeindlich, "die machen nur Spaß". Und: Auch wenn No Ma'am eine Spaßfraktion sei, hätten ihre Vertreter in den Gremien immer ernsthaft gearbeitet.

15 Mandate

AG (sieben Mandate) und No Ma'am (zwei Mandate) werden in der kommenden Exekutive zusammen über neun der 15 Mandate verfügen. Die Opposition besteht aus der bisherigen Koalition an der Spitze der Uni, VSStÖ (drei Mandate), ÖSU (zwei Mandate) und GRAS (ein Mandat). (APA, 13.6.2013)

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