EU-Gelder fließen zuhauf in Offshore-Finanzzentren

13. Juni 2013, 15:36
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2012 ging mehr Geld nach Liechtenstein, Jersey und andere Finanzplätze als in die USA und Kanada

Brüssel - Die EU investiert mehr in den Offshore-Finanzzentren als in Kanada oder den USA. Im Jahr 2012 gingen 18 Milliarden Euro an Direktinvestitionen in eines von 38 Ländern wie Liechtenstein, Guernsey, Jersey, Bermudas oder Singapur, erhob das EU-Statistikamt Eurostat. Je 16 Mrd. Euro flossen nach Kanada und Indien, 15 Milliarden Euro in die USA und je zehn Milliarden Euro nach China und Russland. Aus der Schweiz und Japan wurden hingegen Gelder abgezogen.

Umgekehrt waren die USA mit 99 Milliarden Euro der mit Abstand größte Investor in der Europäischen Union, gefolgt von Kanada (19 Milliarden Euro), Japan (acht Milliarden Euro), Russland und Hongkong (je sieben Milliarden Euro). Schweizer, indische und brasilianische Investoren haben hingegen Gelder abgezogen. Insgesamt beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen der EU-27 in Drittländer im Vorjahr auf 171 Milliarden Euro, die Investitionen aus Drittländern erreichten 159 Milliarden Euro. Direktinvestitionen sind im wesentlichen dauerhafte größere Beteiligungen an Unternehmen. (APA, 13.6.2013)

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