Anteil der Teilzeit arbeitenden Frauen steigt

13. Juni 2013, 14:59
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Bei Männern und Jugendlichen steigt die Arbeitslosenquote

Wien - Die angespannte Lage am heimischen Arbeitsmarkt verstärkt offenbar weiter den Trend zur Teilzeitarbeit. Die Teilzeitquote bei unselbstständig erwerbstätigen Frauen ist in den ersten drei Monaten des Jahres weiter gestiegen. Der Anstieg bei den Männern fiel deutlich geringer aus, geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria hervor.

Konkret stieg der Anteil der Teilzeit besachäftigten Frauen von 44,9 Prozent auf 45,6 Prozent, bei Männern war es lediglich ein Plus von 0,2 Prozentpunkten auf 8,3 Prozent. Damit lag die Teilzeitquote bei den Unselbstständigen insgesamt bei 26,4 Prozent, nach 25,8 Prozent im Vorjahrsquartal.

Mehr Jugendliche arbeitslos

Die heimische Arbeitslosenquote nach internationaler Definition erhöhte sich deutlich von 4,3 Prozent auf 5,4 Prozent. Die Zahl arbeitsloser Männer stieg im selben Zeitraum um 37.200 auf 129.300, die Männer-Arbeitslosenquote lag damit bei 5,6 Prozent (vor einem Jahr: 4,0 Prozent).

Bei Frauen fiel der Anstieg weniger stark aus. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen erhöhten sich um 10.700 auf 103.000 Arbeitslose, die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,5 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Bei Jugendlichen erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 8,9 auf 9,3 Prozent. Im ersten Quartal gab es insgesamt 69.100 offene Stellen und damit nur leicht weniger als im Vorjahresquartal mit 72.600.

4,1 Millionen Beschäftigte

Die Zahl der Erwerbstätigen in Österreich ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11.200 auf 4,108 Millionen zurück, der Rückgang betraf zum größten Teil Selbstständige. Bei den unselbstständig Vollzeiterwerbstätigen wurde ein Minus von 24.700 verzeichnet, das durch ein Plus von 22.300 Teilzeiterwerbstätigen nahezu ausgeglichen wurden.

Die meisten Arbeitsplätze gingen bei den unselbstständig beschäftigen Männern laut Statistik Austria vor allem im Produktionsbereich, im Bau, im Handel und der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verloren. Im Versicherungsbereich konnten Frauen die meisten Arbeitsplätze dazugewinnen, was aber auf eine Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen zurückzuführen war. (APA, 13.6.2013)

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