Einigung über Anerkennung von Berufsqualifikationen

13. Juni 2013, 12:32
1 Posting

"Berufsausweis" soll bürokratischen Aufwand verringern

Brüssel - Arbeitnehmer in der Europäischen Union sollen künftig einfacher als bisher einen Beruf außerhalb ihres Heimatlandes ausüben können. Einer Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen stehe nichts mehr entgegen, teilte die EU-Kommission am Mittwochabend in Brüssel mit.

Vorgesehen ist unter anderem ein "Berufsausweis". Vertreter des Europaparlaments und des Ministerrates einigten sich auf den Text der Richtlinie. Der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Michel Barnier begrüßte die Einigung als "wichtigen Teil unserer Strategie, die europäische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen".

Anerkennung der Ausbildungen oft schwierig

Der "Berufsausweis" soll dafür sorgen, dass die in einem Land erworbenen beruflichen Qualifikationen auch in jedem anderen EU-Land ohne größeren bürokratischen Aufwand anerkannt werden. Außerdem werden in der Richtlinie die Ausbildungsvoraussetzungen für bestimmte Berufe festgelegt, die ohnehin schon EU-weit anerkannt sind - beispielsweise Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern oder Architekten.

Nach Angaben der EU-Kommission ist der Zugang zu rund 4.700 Berufen in den EU-Ländern an bestimmte Voraussetzungen gebunden. In etwa 30 Prozent aller Fälle gestalte sich die Anerkennung einer Ausbildung als schwierig. (APA, 13.6.2013)

Share if you care.