Syrische Rebellen töteten 60 Schiiten

13. Juni 2013, 11:49
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Aufnahme zeigt Kämpfer, der "Seht die Schiiten, seht euer Ende, ihr Hunde!" ruft - Frankreich will syrische Armee stoppen

Damaskus/London/Moskau - Im syrischen Bürgerkrieg ist erneut ein konfessionell motiviertes Massaker verübt worden: Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichte am Mittwoch ein Video, auf dem sunnitische Rebellen die Tötung von 60 schiitischen Dorfbewohnern im Osten des Landes feiern.

Das Video, das die Beobachtungsstelle veröffentlichte, zeigt bewaffnete Männer, die in dem Dorf Hatlah in der Provinz Deir Essor verstümmelte Leichen und brennende Häuser vorführen. "Gott ist groß, alle Häuser der Schiiten wurden in Brand gesteckt", kommentiert eine Stimme in dem Video. "Hier sind die Kämpfer des Jihad zu sehen, die ihren Einzug in die Häuser der ungläubigen Schiiten feiern." Ein anderer Kämpfer ruft vor einer Leiche: "Seht die Schiiten, seht euer Ende, ihr Hunde!"

Vergeltungsaktion für Angriff auf Rebellenposten

Nach Angaben der Beobachtungsstelle hatten schiitische Kämpfer einen Posten der Rebellen angegriffen und dabei zwei Aufständische getötet. Daraufhin hätten die Rebellen das Dorf Hatlah überfallen und dabei rund 60 Dorfbewohner getötet. Der syrische Bürgerkrieg hat sich im vergangenen Jahr zunehmend zu einem Konflikt der Konfessionen entwickelt. Während sich die Rebellen vorwiegend aus der sunnitischen Mehrheitsbevölkerung rekrutieren, gehört Präsident Bashar al-Assad der Minderheit der Alawiten an, einer Abspaltung der Schiiten.

Das Eingreifen der schiitischen Hisbollah-Miliz bei der Rückeroberung der Rebellenhochburg Qusair in der vergangenen Woche trug weiter zur Konfessionalisierung des Konflikts bei. Durch die Einnahme Qusairs gestärkt, rückten am Mittwoch die Regierungstruppen in der nahe gelegenen Stadt Homs auf mehrere Viertel vor, die seit Monaten von den Rebellen gehalten werden. Laut der Beobachtungsstelle bereitete die Armee auch eine Offensive auf die nördliche Großstadt Aleppo vor.

Frankreich will syrische Armee stoppen

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius forderte, den Vormarsch auf Aleppo zu stoppen. Die Truppen Assads sowie die Hisbollah-Miliz und iranische Kräfte hätten in den vergangenen Wochen "mit russischen Waffen ein beachtliches Gebiet zurückerobert", sagte Fabius im Fernsehsender France 2. "Es ist notwendig, dass dieser Vormarsch vor Aleppo gestoppt werden kann." Nötig sei ein "Kräfteausgleich" zwischen Opposition und Regierung, sonst werde es keine Genfer Friedenskonferenz geben.

Der britische Premier David Cameron gab bekannt, dass der russische Staatschef Wladimir Putin kommende Woche einen Tag früher zum G8-Gipfel in London kommen werde, um mit ihm über die geplante Syrien-Konferenz zu sprechen. Russland hatte gemeinsam mit den USA die Konferenz in Genf angeregt, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Ein Termin für die Konferenz steht noch nicht fest, die jüngsten Erfolge der syrischen Armee dürften Beobachtern zufolge die Gespräche jedoch kaum erleichtern. (APA, 13.6.2013)

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    Syrische Rebellen haben eine Gasflasche zum Arilleriegeschoß umgebaut. Die Zielgenauigkeit der Eigenbau-Waffe ist allerdings äußerst gering.

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