Elbe-Flut offenbar am Höhepunkt

12. Juni 2013, 12:31
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Pegelstände stagnieren oder fallen

Berlin - Das Elbe-Hochwasser hat in Deutschland an vielen Orten am Mittwoch seinen Höhepunkt erreicht, die Pegelstände stagnierten oder sanken zumeist. Die Wassermassen drückten dennoch weiter auf die oft durchweichten Deiche. Die Gefahr von Brüchen bleibe groß, sagte der Katastrophenstab in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch. In Lauenburg in Schleswig-Holstein blieb der Wasserstand ab Dienstagabend in etwa konstant. Auch in Niedersachsen blieb die Elbe auf ihrem Höchststand.

Die Wassermassen richteten vermutlich einen Schaden in Milliardenhöhe an. Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sprach sich für einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung Folgekosten aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte am Mittwoch erneut in das Hochwassergebiet kommen.

Acht Tote

Die Zahl der Toten in Folge des rund zweiwöchigen Hochwassers in Deutschland stieg auf mindestens acht. Ein 61-Jähriger wollte in Aken in Sachsen-Anhalt seinen Keller auspumpen und erlitt in der Nacht auf Mittwoch einen tödlichen Stromschlag, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Deichbruch in Fischbeck sollten weitere Orte im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt evakuiert werden. Nach Angaben des Krisenstabes der Landesregierung war die Situation teilweise dramatisch. Nicht alle Einwohner verließen sofort ihrer Häuser.

In Lauenburg in Schleswig-Holstein war die Lage stabil. "Das müsste der Scheitelpunkt sein", sagte Feuerwehrsprecher Thomas Grimm Montagfrüh. Die Situation an den Deichen werde sorgfältig beobachtet. Auch in den niedersächsischen Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg verharrte die Elbe auf ihrem Höchststand. In den Bundesländern Brandenburg (um Wittenberge) sowie in Mecklenburg-Vorpommern (um Dömitz) sanken die Pegelstände.

In Mecklenburg-Vorpommern waren angebliche Flutopfer als kriminelle Spendensammler unterwegs: Die Polizei hat fünf Männer ertappt, die ohne Spendenausweis in Groß Trebbow Geld für Hochwassergeschädigte erbeten hatten. Die Männer im Alter zwischen 28 und 38 Jahren wurden von der Polizei festgenommen. (APA, 12.6.2013)

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    Die Zahl der Toten in Folge des rund zweiwöchigen Hochwassers in Deutschland stieg auf mindestens acht Personen.

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