Wiener Ortungsgerät Locca soll Kinder und Hunde finden

12. Juni 2013, 11:50
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Locca soll auch beim Auffinden verlorener oder gestohlener Gegenstände helfen

Der Schreck war groß, als Julian Breitenecker im Urlaub seinen kleinen Sohn plötzlich aus den Augen verloren hatte. Wo konnte er nur hingelaufen sein? Der Schreck bis zum Wiederauffinden saß dem jungen Unternehmer aus Wien so tief in den Knochen, dass er danach darüber zu grübeln begann, was in solchen Momenten am schnellsten helfen könnte.

Mini-Handy für Kleinkinder

Das Ergebnis des Nachdenkprozesses: Locca, ein Ortungsgerät, mit dem gewisse Verlustängste in schnelle Fundergebnisse münden sollen. Im Herbst will das Ende 2012 gegründete Unternehmen gleichen Namens mit zwei Modellen in den Markt starten. Mit dem streichholzgroßen LoccaMini sollen Haustiere und Gegenstände wie Fahrräder oder Autoschlüssel ausgestattet werden. Die etwas größere Version wird über zwei Kurzwahltasten, Notrufknopf sowie Mikrofon und Lautsprecher verfügen und soll so in Notfällen auch als Mini-Handy von Kleinkindern genutzt werden können.

Ein GPS-Chip ermittelt den Standort des Geräts, und ein GSM-Chip funkt diesen über das Mobilfunknetz an einen Server. Per Smartphone-App lässt sich dann nachsehen, wo sich das verlorengegangene Kind, der herumstreunende Hund oder das geklaute Fahrrad befindet.

Schlüsselsuche mit WLAN

Locca ist mit Assisted GPS ausgestattet, das neben Satellitensignalen auch Zusatzinformationen über GSM-Netze empfängt. Im Gebäudeinneren kann etwa nach dem verlegten Schlüssel auch über WLAN  gesucht werden.

Linzer Emporia als Partner

Eine Ansicht, von der das Start-up auch den österreichischen Seniorenhandyhersteller Emporia überzeugen konnte, der sich mit 25 Prozent an Locca beteiligte. Anfang Juni setzte sich die Entwicklung zudem bei der Berliner Startup-Show hy! gegen 400 Konkurrenzprodukte durch und gewann den Hauptpreis im Gesamtwert von 100.000 Euro.

4.000 Bestellungen, zum Großteil aus Deutschland liegen Lipper zufolge bereits vor. Zu den Gerätekosten von rund 100 bzw. 130 Euro muss der Nutzer mit einer noch nicht festgelegten monatlichen Gebühr für die nötige Mobilfunkverbindung rechnen. Derzeit laufen Verhandlungen mit europäischen Providern, die für die weltweite Netzanbindung sowie das Roaming sorgen. (kat/DER STANDARD, 12.6.2013)

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Locca

  • Wenn der Hund sich gerne herumtreibt: Der Tracker am Halsband verrät dem Besitzer den Aufenthaltsort.
    foto: locca

    Wenn der Hund sich gerne herumtreibt: Der Tracker am Halsband verrät dem Besitzer den Aufenthaltsort.

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