Vorarlbergerin bezog Familienbeihilfe für toten Nachbarn

12. Juni 2013, 11:29
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52-Jährige gelangte so zu Unrecht an 50.000 Euro

Bregenz - Eine 52-Jährige ist am Dienstag am Landesgericht Feldkirch verurteilt worden, weil sie über Jahre die Familienbeihilfe eines verstorbenen Nachbarn bezogen haben soll. Die Frau kam so zu Unrecht an insgesamt rund 50.000 Euro, berichteten Vorarlberger Medien. Sie wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und zu einer Geldstrafe von 1.400 Euro verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Frau bezog elf Jahre lang die Familienbeihilfe des Nachbarn. Bei dem eigentlichen Bezieher handelte es sich um einen türkischen Mann, der bereits vor Jahren mit seiner Familie in die Türkei zurückkehrte und dort inzwischen verstorben ist. Möglich wurde der Betrug offenbar durch das Entgegenkommen des Postbeamten. Der hatte der Frau das Geld ausgehändigt, ohne nach dem richtigen Bezieher der Kinderbeihilfe zu fragen und ohne eine Vollmacht zu verlangen. Er erklärte vor Gericht, er habe gedacht, der Bezieher des Geldes sei bei der Arbeit. Die Frau sei ihm immer schon entgegengelaufen.

Die 52-Jährige gab an, sie sei spielsüchtig. Daher sei von dem zu Unrecht bezogenen Geld nichts mehr übrig. Sie sei erleichtert über die Aufklärung. Heute bezieht sie Sozialhilfe und arbeitet für eine wohltätige Einrichtung. (APA, 12.6.2013)

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