Europas Leitbörsen schließen schwächer

12. Juni 2013, 19:22
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Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach einem weitgehend ruhigen Geschäftsverlauf überwiegend mit schwächerer Tendenz aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verringerte sich um 0,62 Prozent auf 2.666,52 Zähler. Einige Indizes wechselten im Tagesverlauf mehrmals das Vorzeichen. Am Sitzungsende zeigte sich ein Großteil der Märkte im roten Bereich.

Laut Händlern belastete erneut vor allem die anhaltende Unsicherheit über ein drohendes Ende der ultraexpansiven Geldpolitik der Notenbanken. Für Nervosität sorgt auch weiterhin die Anhörung des deutschen Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm, hieß es. Zudem drehten die US-Börsen nach festerem Start leicht ins Minus.

Von der Datenseite kamen keine allzu starken Impulse. Die Industrieunternehmen der Eurozone konnten im April entgegen der erwarteten Stagnation ihre Produktion leicht ausweiten. Zudem ging die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien im Mai stärker als erwartet zurück.

Aus Branchensicht gehörten die Medien- und Pharmawerte zu den Favoriten der Anleger in Europa. Dagegen ging es für die Titel der Autobauer bergab - hier belasteten die Kursverluste bei Volkswagen (VW) und Fiat. Auch Finanz- und Rohstoff-Titel mussten an Terrain abgeben.

VW-Vorzugsaktien büßen ein

VW-Vorzugsaktien büßten am Euro-Stoxx-Ende 3,30 Prozent ein, nachdem der Autobauer mit der angekündigten Emission einer Wandelanleihe wie geplant 1,2 Milliarden Euro eingesammelt hat. VW hatte die neue Anlagemöglichkeit erst am Vorabend angekündigt. Zum Zuge kamen ausschließlich institutionelle Investoren.

Beim Mitbewerber Fiat sorgte eine Abstufung für Kursverluste von 3,71 Prozent. Laut Marktbeobachtern hat die UBS ihr Anlagevotum von "buy" auf "neutral" zurückgenommen.

Dagegen verteuerten sich die EADS-Titel um 1,56 Prozent, womit sie zu den Favoriten im Leitindex der Eurozone gehörten. Sie profitierten vom angekündigten Jungfernflug des A350 durch die Flugzeugtochter Airbus.

Uneinheitlich verlief die Kursentwicklung bei den Textilkonzernen Inditex und Hennes & Mauritz (H&M). Inditex-Titel legten trotz leicht enttäuschender Quartalszahlen um 3,54 Prozent zu, während die Aktien des schwedischen Konkurrenten 0,49 Prozent abgaben.

Der spanische Modekonzern Indite hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 dank über 400 neuer Filialen einen Umsatzschub erzielt. Von Februar bis April stieg der Umsatz in den weltweit 6.058 Läden um fünf Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Das US-Analysehaus Bernstein Research schrieb, Inditex habe zwar umsatzseitig die Erwartungen verfehlt, entwickle sich aber weiterhin besser als H&M, dessen Quartalsumsatz ebenfalls enttäuscht habe.  (APA, 12.6.2013)

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