NSA-Überwachung: Snowden lieferte tausende Dokumente

11. Juni 2013, 15:45
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"Guardian"-Journalist berichtet von komplizierten Treffen

Der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden, der Informant hinter den aktuellen Vorwürfen zur US-Spionage im Internet, hat laut einem beteiligten Reporter tausende Dokumente an die Medien übergeben. Davon seien Dutzende berichtenswert, sagte der Journalist und Datenschutz-Aktivist Glenn Greenwald der "New York Times" von Dienstag. Greenwald berichtet für die Zeitung "Guardian" über das US-Geheimprogramm mit dem Namen "PRISM" und hat das Interview mit Snowden geführt.

Zurückhaltend veröffentlicht

Bisher wurden von Snowden mitgenommene Dokumente nur sehr zurückhaltend veröffentlicht. So zeigten "Guardian" und "Washington Post" nur 4 von 41 Seiten einer Präsentation des Geheimdiensts NSA, in der es um die Internet-Überwachung unter PRISM ging. Den Berichten zufolge kann die NSA damit in großem Stil Nutzerdaten von Internet-Unternehmen abgreifen. Nach Behörden-Angaben ist es dagegen nur ein internes Computer-System.

Kontaktprozedur wie in Agenten-Geschichten

Greenwald erzählte auch, dass Snowden sich eine Kontaktprozedur wie in Agenten-Geschichten ausgedachte hatte. Die Journalisten sollten in einer bestimmten Ecke eines Hotels in Hongkong laut nach dem Weg in einen anderen Teil des Gebäudes fragen. Dann würde - wenn die Luft rein ist - der Informant mit einem Zauberwürfel in der Hand auftauchen. Das Verfahren habe tatsächlich funktioniert, sagte Greenwald. Eine weitere beteiligte Journalistin berichtete, Snowden habe nur verschlüsselt mit ihr kommuniziert. (APA, 11.6.2013)

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