ÖVP-Zwist um Agrargemeinschaften

11. Juni 2013, 13:56
28 Postings

Nach Schöpf-Kritik an "Umfaller" der Grünen in Agrargemeinschaftsfrage

Innsbruck - Scharfe Worte hat Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) an seinen Parteifreund, den Gemeindeverbandspräsidenten Ernst Schöpf, in der Causa Agrargemeinschaften gerichtet. Schöpf gefalle sich offenbar wieder in der Rolle des "Dauerkritikers", erklärte Platter am Dienstag in einer Aussendung. Der Landeshauptmann sprach von einem "Stil des Auseinanderdividierens", den man "nicht mehr dulden" werde.

Anlass für Platters heftige Attacken waren Aussagen von Schöpf in der "Tiroler Tageszeitung", wonach die Tiroler Grünen in der Frage der Agrargemeinschaften "grandios umgefallen" seien. "Ich lasse mir die gute Zusammenarbeit in der Regierung und mit den Gemeinden nicht von einer Person schlecht machen", zeigte sich Platter erbost. Er forderte in diesem Zusammenhang auch die Vorstandsmitglieder innerhalb des Gemeindeverbandes zu "klaren Worten" auf.

Der Einzige, der umgefallen sei, sei Ernst Schöpf, kritisierte der Landeschef. Im Zuge des VP-Landesparteivorstandes nach Beendigung der Regierungsverhandlungen habe der Gemeindeverbandspräsident die Zusammenarbeit mit den Grünen noch ausdrücklich begrüßt und dem Arbeitsübereinkommen zugestimmt, sagte Platter.

Kritik von SPÖ

Ganz anders sah dies der frühere Regierungspartner der VP, die Tiroler SPÖ. "Ich schließe mich der Kritik von Schöpf uneingeschränkt an und kann nur unterstreichen, dass ich mir gerade von den Grünen ein klares Ja zur Rückübertragung erwartet hätte", meinte der Landtagsabgeordnete Georg Dornauer. Die unter anderem im Regierungsübereinkommen festgeschriebenen Mediationsgruppen "in typischer Birkenstock-Manier" würden den Gemeinden massiven Schaden zufügen, sagte er in einer Aussendung. (APA, 11.6.2013)

Share if you care.