Causa Märk: Arbeitsgerichtsprozess geht Ende Juni in zweite Runde

11. Juni 2013, 13:22
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Vergleichsgespräche mit Ministerium gescheitert - Prozess-Fortsetzung am 24. Juni

Innsbruck - In der Causa des von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) noch vor Amtsantritt abberufenen Rektors der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT), Elmar Märk, sind die im Rahmen des von Märk angestrengten Arbeitsgerichtsprozesses vereinbarten Vergleichsgespräche nach mehreren Monaten gescheitert. Dies sagte der Anwalt Märks, Thomas Praxmarer.

Das "Angebot zur finanziellen Abgeltung" sei nicht ausreichend gewesen, meinte der Anwalt. Die Streitparteien würden sich nun wieder vor Gericht treffen, die zweite Prozessrunde in der Causa Märk sei bereits für den 24. Juni am Innsbrucker Landesgericht angesetzt.

Einmalabfindung in fünfstelliger Höhe abgelehnt

Der Anwalt betonte, dass die Angelegenheit für seinen Mandanten "keine Geldfrage" sei. "Er will den Posten", meinte Praxmarer. Für ihn als Anwalt sei es aber natürlich auch um eine angemessene Schadenersatzzahlung gegangen. Das Ministerium habe einen "namhaften Betrag", eine Einmalabfindung in fünfstelliger Höhe angeboten, erklärte der Rechtsbeistand Märks. Er habe jedoch darauf gepocht, dass Märk ein finanzieller Anspruch bis zur Pensionierung zustehen müsse. Genauere Angaben wollte Praxmarer nicht machen.

Nach der ersten Verhandlungsrunde im Arbeitsgerichtsprozess Mitte Februar hatte der Jurist erklärt, dass man als Schadenersatz die Zahlung der "Brutto-Monatsdifferenz" zwischen Rektorsgehalt und dem derzeitigen Gehalt Märks als HTL-Direktor in der Höhe von 779 Euro gefordert habe. Diese habe 14 mal jährlich bis zu einer Pensionierung Märks sowie darüber hinaus zu erfolgen, hieß es damals.

Vertrauensverhältnis durch Interview gestört

Märk war als designierter PH-Rektor von Schmied Ende Juli 2012 noch vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober abberufen worden. Grund dafür war ein APA-Interview, in dem er sich für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten ausgesprochen hatte. Schmied sprach danach von einem "massiv gestörten Vertrauensverhältnis". (APA, 11.6.2013)

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